Schulentwicklung 1998-2002

 

Vorwort  

In Hessen ist jedes Kind ab dem 6. Lebensjahr schulpflichtig.

Bis dieser Satz aus dem Hessischen Schulgesetz auch in der Praxis für jedes behinderte Kind, unabhängig von der Art und dem Ausmaß seiner Behinderung galt, war es ein langer Weg.

Schulen für Kinder mit einer geistigen Behinderung wurden in Hessen in den 60-ziger Jahren des vorigen Jahrhunderts gegründet. In den 70-ziger Jahren war dann eine flächendeckende Unterrichtsversorgung für alle geistigbehinderten Kinder gewährleistet. Den Anfang machten engagierte betroffene Eltern, die ihre geistigbehinderten Kinder durchaus für bildungsfähig hielten und ihr Recht auf den Besuch einer entsprechenden Schule massiv einforderten.

In den etwa 40 Jahren ihrer Geschichte durchliefen die Schulen eine stürmische Entwicklung. Viele Fragen taten sich auf:

Die Antworten auf diese Fragen sind heute weitgehend Konsens und finden sich im vorliegenden Schulprogramm wieder.

Schulen für Praktisch Bildbare haben ihren Platz in der Gesellschaft gefunden und sind aus dem Schulsystem nicht mehr wegzudenken.

Auch die Friedrich-Fröbel-Schule ist in ihrer Umgebung verankert und bezieht ihre pädagogische Ausrichtung aus dem Lebensumfeld ihrer Schülerinnen und Schüler.

40 Jahre engagierter pädagogischer Arbeit vieler Kolleginnen und Kollegen haben dazu geführt, letztendlich das vorliegende Schulprogramm entstehen zu lassen, das dokumentiert, wie wichtig, wie erfolgreich und wie befriedigend schulische Arbeit mit geistigbehinderten Schülerinnen und Schülern sein kann.

Gesellschaftliche Veränderungen werden aber auch weiterhin Veränderungen und Verbesserungen unserer Unterrichtsqualität und unseres gesamten schulischen Angebots erforderlich machen.

 

Und daher werden wir weiter engagiert an Verbesserungen und Veränderungen arbeiten und unser Schulprogramm entsprechend fortführen.

Der Erfolg der vergangenen Arbeit ist uns Verpflichtung für die Zukunft.

 

Begonnen haben wir die Arbeit an unserem Schulprogramm mit der Perspektive der Weiterentwicklung der Friedrich-Fröbel-Schule. Wir wurden dabei aber eingeholt von großen schulorganisatorischen Veränderungen, so dass sich unser Arbeitsfokus veränderte.

Entstanden ist nun ein Schulprogramm, welches für die weitere Schulentwicklungsarbeit an zwei Schulen den Ausgangspunkt darstellt.

Zu Beginn des Schuljahres 2002-03 hat die neue Schule für Praktisch Bildbare in

Bruchköbel ihre Arbeit aufgenommen.

54 Schülerinnen und Schüler und 21 Kolleginnen und Kollegen haben die Friedrich-Fröbel-Schule verlassen, um die Pionierarbeit des Aufbaus einer neuen Schule zu wagen. Die ehemalige Konrektorin der Friedrich-Fröbel-Schule ist jetzt die Schulleiterin der neuen Schule in Bruchköbel.

Das vorliegende Schulprogramm dient als stabiler und bewährter Rahmen für die Ausgestaltung und Weiterentwicklung des neuen Systems. Vieles wird so übernommen werden; einiges sofort, anderes erst im Laufe der Zeit neu bestimmt werden müssen.

Aber auch die in Maintal Zurückgebliebenen müssen ihre Schule neu gestalten und entsprechend verändern.

Noch eint uns das vorliegende, gemeinsame Schulprogramm.

Im Laufe der Jahre werden wir in beiden Systemen sehen, an welchen Stellen uns das Gemeinsame erhalten bleibt und wo wir eine unterschiedliche Entwicklung und Schwerpunktsetzung vornehmen werden.

Eine vielfältige und enge Kooperation beider Schulen kann aber bereits jetzt als Baustein der fortzuschreibenden Schulprogramme für beide Schulen formuliert werden.

Es wird spannend und interessant sein, dies zu verfolgen.

 

                   Angelika Thannhäuser                                         Bettina Roeschen
                     Sonderschulrektorin                                                Schulleiterin
           Friedrich-Fröbel-Schule Maintal                      Schule für Praktisch Bildbare Bruchköbel

 

 

Inhalt  

                    Vorwort

1.                 Unsere Arbeit am Schulprogramm

2.                 Leitziele

3.                Organisationsrahmen

3.1.             Überblick

3.2.             Gebäude und Lage

3.3.             Personal

3.4.             Erweiterte Schulleitung

3.5.             Friedrich-Fröbel-Schule als Ausbildungsschule

3.6.             Schülervertretung

4.                 Unterricht

4.1.             Klassenzusammensetzung

4.2.             Klasse als Hauptbezugssystem

4.3.             Arbeit im Team

4.4.             Elternarbeit

4.5.             Förderpläne und Zeugnisse

4.6.             Das Kurssystem

5.                Stufen

5.1.             Die Grundstufe

5.1.1.         Organisationsformen

5.1.2.         Inhaltliche Schwerpunkte

5.2.             Mittelstufe

5.2.1.         Inhaltliche Schwerpunkte

5.2.2.         Arbeits- und Organisationsformen

5.2.3.         Arbeits- und Organisationsformen im Kollegium

5.2.4.         Was zeichnet uns als Mittelstufe aus ?

5.3.             Haupt- und Werkstufe

5.3.1.         Profil der Haupt- und Werkstufe

5.3.2.         Betriebspraktikum

5.3.3.         Kooperation zwischen den Stufen

5.4.             Einweisungsverfahren

5.5.             Einschulungsfeier und Entlassfeier

5.6.             Stufenübergänge

6.                Außerschulische Kooperation

6.1.             Kooperation mit anderen Schulen

6.2.             Förderverein / Lebenshilfe

6.3.             Netzwerk

6.4.             Kooperation mit anderen Institutionen

7.                Sonstiges

7.1.             Feste feiern an der Friedrich Fröbel Schule

7.2.             Zeitung an der Friedrich Fröbel Schule

7.3.             Außendarstellung / Öffentlichkeitsarbeit

7.4.             Erste Hilfe

 

Anhang

I.                   Unterrichtliche Schwerpunkte

1.                 Wahrnehmung

2.                 Soziales Lernen

3.                 Unterstützte Kommunikation – PSC Symbole

4.                 Erfüllung der Grundbedürfnisse

5.                 Krankengymnastik

II.                  Fachschwerpunkte

1.                 Lesen und Schreiben

2.                 Mathematik

3.                 Arbeitslehre

4.                 Ästhetische Erziehung

5.                 Musikunterricht / Musikalische Erziehung

6.                 Bewegungserziehung

7.                 Sexualerziehung

III.                 Weitere Lernbereiche

1.                 Snoezelen

2.                 Klassenfahrten

3.                 Reiten

4.                 Fahrradfahren, Rollerfahren

IV.               Sonstiges

1.                Schulische Aufgaben von Referendaren

                   Impressum  

 

 

1. Unsere Arbeit am Schulprogrammnhalt

 

Die Arbeit am Schulprofil begann mit einigen Pädagogischen Tagen in den Jahren 1997 und 1998, an denen wir uns mit unserem Menschenbild  auseinandergesetzt haben. Der Schwerpunkt in unseren Diskussionen lag dabei auf unserem Begriff über Behindertsein, der Klärung unseres Selbstverständnisses und dem Umgang mit unseren Schülern. Hieraus entstanden die Grundgedanken zu den Leitzielen unseres Schulprogramms, die in Diskussionen und im permanenten Prozess entwickelt wurden.

Im Juni 1999 wurde auf einer Gesamtkonferenz die Schulprogrammgruppe mit dem Auftrag zur Steuerung des Entwicklungsprozesses unseres Schulprogramms gewählt. Um den Ist-Stand unserer Arbeit an der Schule zu ermitteln, entwickelte die Gruppe einen Fragebogen (siehe Anhang IV.2.), aus dessen Ergebnissen auf einer Pädagogischen Konferenz im November 1999 gemeinsam die Schwerpunkte der weitern Arbeit am Schulprogramm festgelegt wurden.

An einem Pädagogischen Tag im März 2000 fand in stufenübergreifenden Arbeitsgruppen ein Austausch über die grundlegenden Unterrichtsinhalte und –methoden statt. Hier wurden die inhaltlichen Vereinbarungen getroffen und abgestimmt, die im Schulprofil fest geschrieben sind.

Im September 2000 trafen wir uns zu einem weiteren Pädagogischen Tag, den wir zur Inventarisierung und dem Aufräumen von  Lehr- und Lernmitteln nutzten. Gleichzeitig trafen wir Vereinbarungen über den Umgang mit den vorhandenen Materialien und Unterrichtsgegenständen.

Die Auswertung des Fragebogens (Fragebogen und Auswertung siehe Anhang Punkt IV) vom November 1999 ergab u.a., dass die Kommunikation und Kooperation zwischen den Stufen aufgrund der Größe des Systems für einen großen Teil des Kollegiums unbefriedigend sind. Daher veranstalteten wir zu diesem Thema im März 2001 einen Pädagogischen Tag, an dem Formen des besseren Austauschs zwischen den Kollegen der Stufen diskutiert wurden und regelmäßige Übergabegespräche und die Erstellung eines Übergabebogens für jeden Schüler beim Wechsel in die nächste Stufe vereinbart wurden (siehe Anhang Punkt IV).

Die Schülerzahl unserer Schule hat sich im Laufe der vergangenen Jahre verdoppelt, so dass eine Raumlösung notwendig wurde. An diesen Überlegungen und Planungen waren selbstverständlich das gesamte Kollegium seit 1999 beteiligt. Überlegt und konzipiert wurden zunächst eine Dependance, später ein Umbau und endlich ein Schulneubau in Bruchköbel.

Aufgrund dieser Doppelbelastung – auf der einen Seite Konzeption und Planung eines Schulneubaus und andererseits Weiterarbeit am Schulprogramm – wurde innerhalb des Kollegiums die Notwendigkeit zur Erstellung eines Schulprogramms immer wieder diskutiert und hinterfragt.

Daraufhin hat die Schulprogrammgruppe im September 2001 eine Pädagogische Konferenz veranstaltet. Für diesen Tag war ursprünglich in enger Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat und den Elternvertretern der Schulkonferenz ein Pädagogischer Tag zum Thema Elternarbeit festgesetzt.

Nach einer kontroversen Diskussion über offene Fragen bzgl. der Notwendigkeit zur Erstellung des Schulprogramms und der Kritik einzelner Kollegen über die zusätzliche Belastung begründete die Schulprogrammgruppe nochmals den im Schulgesetz fest geschriebenen Auftrag zur Erstellung eines Schulprogramms. Ergebnis der Konferenz war einerseits, dass sich weiterhin alle Kollegen an der Erstellung eines Ist-Standes des Schulprogramms beteiligen und andererseits, dass der Prozess der weiteren schulprogrammatischen Arbeit zugunsten der Arbeit an der Teilung ausgesetzt wird.

Trotz dieser Einschränkungen wollten aber alle Beteiligten nicht auf die abschließende Formulierung der schulischen Leitziele verzichten. Diese wurden von der Gesamtkonferenz, vom Elternbeirat und durch die Schulkonferenz im Frühjahr 2002 verabschiedet.

Da seit Sommer 2001 klar war, dass eine weitere Schule für Praktisch Bildbare in Bruchköbel gebaut wird, lag der Schwerpunkt der weiteren Arbeit auf der Teilung der Schulgemeinde und der Planung eines Schulneubaus. Hierzu wurde im Kollegium eine Teilungsgruppe gewählt, die einen ersten  Pädagogischen Tag im November 2001 vorbereitete und durchführte. Gemeinsam mit einem Moderator des HELP begleitet die Teilungsgruppe seither den Prozess der Teilung mit zwei pädagogischen Tagen.

Auf das Programm unserer bisherigen gemeinsamen Schule hat dieser Wandlungsprozess große Auswirkungen. Vieles wird in den nächsten Jahren neu überdacht und an beiden Schulen entwickelt werden.

2. Leitziele

Die Würde des Menschen ist unantastbar

 

Alle am Schulleben der FFS beteiligten Personen begegnen sich mit Achtung und respektieren sich in ihrer Individualität.

  • Die Prinzipien Heterogenität, Altersangemessenheit und Differenzierung bestimmen unser pädagogisches Handeln.

  • Die Schaffung eines guten Lern- und Arbeitsklimas ist uns ein wesentliches Anliegen und Voraussetzung für erfolgreiches Lernen und zufriedenstellende Arbeit. Dies impliziert die Anerkennung und Wertschätzung der unterschiedlichen Professionen und Arbeitsaufgaben aller an der FFS Tätigen.

  • Die Zusammenarbeit zwischen Familie und Schule muss förderlich sein für unsere Schülerinnen und Schüler. Sie wird gestaltet durch strukturierte Angebote für alle sowie durch individuell abgestimmte Kooperation und gegenseitige Unterstützung bei Anerkennung der unterschiedliche Lebensbereiche.

Das Schulleben wird so gestaltet, dass die Schülerinnen und Schüler eine gesellschaftliche Teilhabe erlangen.

  • Ziel des Unterrichts ist die Hinführung zu mehr Selbständigkeit und Selbstvertrauen, zur Entwicklung von Ich-Kompetenz und zur wachsenden Fähigkeit, autonome und verantwortliche Entscheidungen treffen zu können.

  • Unterricht orientiert sich an für die Schüler relevanten Bedürfnissen, Inhalt und Interessen. Dies bedeutet sowohl für die Unterrichtsinhalte als auch für die Unterrichts­gestaltung und –methoden die Einbeziehung des Lebens­raumes der Schüler und der Umwelt sowie das Aufgreifen aktueller Situationen und Lernanlässe.

  • Durch das Aufsuchen außerschulischer Lernorte wirkt unser Unterricht auch nach außen, indem unsere Schülerschaft als Teil der Gesellschaft wahrgenommen wird.

Jedes Kind und jede/r Jugendliche hat Anspruch auf Bildung, Erziehung und Unterricht, welche/r sich an seine(n ) Lernausgangslagen orientiert. Daraus ergibt sich unser Auftrag und Anspruch als allgemeinbildende Schule. 

  • Aus den grundlegenden Bedürfnissen einer/s jeden/r Schülerin/s ergeben sich die Unterrichtsinhalte.

  • Unterricht schließt daher keine Lebensbereiche der Schüler aus, vielmehr muss er diese vielfältig nutzen.

  • Unterricht - unabhängig davon, an und in welchen Alltagssituationen er sich manifestiert – ist stets geplantes und reflektiertes Handeln.

  • Das gemeinsame Lernen in der Klasse unter Berücksichtigung der individuellen Förder- und Unterstützungsbedürfnisse der Schüler erfordert eine Unterrichtsgestaltung im Team.

  • Dabei werden persönliche und fachliche Kompetenzen jeder/s Mitarbeiterin/s unterrichtlich wirksam.

  • Wir streben die Weiterentwicklung und -bildung jeder/s Mitarbeiterin/s und auch des Systems „FFS“ an und achten dabei auf Überprüfung der von uns gesetzten Kriterien.  

3. Organisationsrahmen

3.1. Überblick

Die Friedrich-Fröbel-Schule ist eine am 1.10.1964 gegründete öffentliche Schule für Praktisch Bildbare und körperbehinderte Praktisch Bildbare in Trägerschaft der Stadt Hanau. Unterrichtet werden Schülerinnen mit einem entsprechenden Förderbedarf nach den derzeitig gültigen Richtlinien für den Unterricht an der Schule für Praktisch Bildbare vom Hessischen Kultusminister vom Dezember 1983.

Die FFS wird zur Zeit von 172 Schülerinnen im Alter von 6 bis 18 Jahren besucht, die aufgrund der mangelnden räumlichen Ressourcen in nur 23 Klassen unterrichtet werden.

Das Einzugsgebiet der Schule war ursprünglich die Stadt Hanau und der Altkreis Hanau. Durch eine erheblich gewachsene Schülerzahl wurden seit 1996 einige Gemeinden ins Einzugsgebiet der benachbarten Schule für Praktisch Bildbare abgegeben.Das bereits benannte Ansteigen der Schülerzahl führt nun aber in nächster Zukunft (Oktober 2002) zu einem Teilungsprozess der Schule, der unseren momentanen schulischen Alltag stark bestimmt.

3.2. Gebäude und Lage

Nachdem die Schule seit 1964 im Seitenteil des Schloss Philippsruhe in Hanau-Kesselstadt untergebracht war, wurde das jetzige Schulgebäude in den Jahren 1988-1993 durch Neu- und Umbau vorhandener Bauten errichtet und neu gestaltet.Es gibt 12 Klassenräume; der Multifunktionsraum und der Fachraum Musik werden ebenfalls schon seit mehreren Jahren als Klassenräume genutzt. Die Klassenräume von weiteren 8 Klassen befinden sich in Containern, die nacheinander in den letzten Jahren auf dem Schulgelände aufgestellt wurden.Fachräume für Arbeitslehre (Holz, Metall, Ton/ Papier/ Textil), Gymnastikhalle, Bewegungsbecken, Aula, ein kleiner Raum zur Abteilungsbildung, kleiner Computerraum.Durch Umwidmung von Verwaltungsräumen konnte im letzten Jahr mit Spendengeldern ein Raum für Wahrnehmungsförderung (Snoezelen-Raum) eingerichtet werden.

Die Schule liegt im Ortskern von Maintal-Dörnigheim in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer Grundschule und zur Maintal-Halle, einer Großsporthalle, die nach Anmeldung mitgenutzt werden kann. Dort befindet sich auch die Stadtverwaltung, eine Stadtteilbücherei und eine Kegelbahn. Ein Supermarkt (HL) ist in wenigen Minuten auf einem kleinem Privatweg zu erreichen; um zu Post und Bank zu gelangen, muss eine Fußgängerampel genutzt werden. Eisdiele, Spielplatz und Wald sind ebenfalls zu Fuß zu erreichen. Die Schule ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Hanau-Freiheitsplatz und vom Bahnhof Maintal-Ost zu erreichen.

3.3. Personal

In der Friedrich-Fröbel-Schule sind Mitarbeiter verschiedener Berufsgruppen tätig, angestellt und finanziert durch verschiedene Kostenträger.

Kultusministerium:

Unterrichtliche Hilfskräfte (zeitlich befristet) Förderverein Lebenshilfe durch Spenden:

Integrationshelfer (Förderverein Lebenshilfe über Sozialamt):

 

Schulträger Stadt Hanau:

Das unterrichtliche Personal erfüllt im Team gemeinsam alle unterrichtlichen Aufgaben (zur Gestaltung der Teamarbeit siehe Punkt 4.3.)Einzelne Mitarbeiter erfüllen außerdem besondere Aufgabengebiete:

Besondere Aufgabengebiete der Sonderschullehrer bzw. einzelner Sonderschullehrer:

Besondere Aufgabenbeschreibungen der Zivildienstleistenden sind in einer Dienstanweisung zusammengefasst

 

Besondere Aufgaben der unterrichtlichen Hilfskräfte:

 

Besondere Aufgaben der Krankengymnasten:

 

3.4. Erweiterte Schulleitung

Die Schulleiterin, die planmäßige Vertreterin und die Lehrkräfte mit besonderen Funktionen wirken in der erweiterten Schulleitung zusammen. Die erweiterte Schulleitung besteht zur Zeit aus der Schulleiterin, der Konrektorin und jeweils einer Stufenleiterin / einem Stufenleiter der Grund-, Mittel-, Haupt- und Werkstufe. Die Abteilungsleitung KB ist zur Zeit unbesetzt.

Die erweiterte Schulleitung koordiniert auf der Grundlage von Schulprogramm und Konferenzbeschlüssen die Arbeit an der Schule. Neben den täglichen administrativen, organisatorischen und pädagogischen Aufgaben hat die Schulleitung die Verantwortung dafür, ob die in Schulprogramm und Konferenzbeschlüssen genannten Ziele erreicht werden und wie an deren Umsetzung weiter gearbeitet werden kann. Dabei fungieren die Stufenleiter als Bindeglied zwischen Schulleitung und Lehrkräften. Sie sollen zum einen über die Beschlüsse der Schulleitung informieren und diese vertreten, zum anderen aber die Bedingungen der Arbeit und die Bedürfnisse der Lehrkräfte aus den Stufen mitteilen und für deren Interessen eintre­ten.

 

Die erweiterte Schulleitung trifft sich im Moment einmal wöchentlich für eine Zeitstunde zum Austausch und zur Koordination aktueller Angelegenheiten. Zusätzlich sollen nach Bedarf und in unregelmäßigen Abständen längere Termine stattfinden, an dem mehr Zeit auch für konzeptionelle Arbeit ist. Gegebenenfalls können auch weitere Mitarbeiter zur Besprechung hinzugezogen werden. Die Rechte und Zuständigkeiten der Schulkonferenz, der Konferenzen der Lehrkräfte und des Personalrates bleiben unberührt.

Die Besprechungen werden im Wechsel von einem der Mitglieder der erweiterten Schulleitung geleitet. Zu Beginn jeder Sitzung werden die zu besprechenden Themen gesammelt und dann gemeinsam eine Tagesordnung festgelegt. Es wird ein Protokollbuch geführt, in dem insbesondere die zu erledigenden Aufgaben mit den verantwortlichen Personen festgehalten werden.

Die konkretem Aufgabenbereiche, die den einzelnen Funktionsstellen zugeordnet sind, sind dem Geschäftsverteilungsplan zu entnehmen.

 

3.5. Friedrich-Fröbel-Schule als Ausbildungsschule

An der FFS werden seit ca. 1980 Referendare ausgebildet. Die Anzahl der auszubildenden Lehrer wächst stetig proportional zu der Schülerzahl. Im Winter 2002 leisten zehn Referendare ihren pädagogischen Vorbereitungsdienst an der FFS.

Die Referendare werden in den zwei Jahren des Referendariats entsprechend der unterschiedlichen Bedürfnisse in den verschiedenen Phasen betreut. So haben sie in den ersten drei Monaten (Hospitationsphase) die Möglichkeit, die zahlreichen Klassen der verschiedenen Stufen, die Schule und die Kollegen kennen zu lernen. Daraufhin entscheiden die Referendare sich für eine Klasse, in der sie die zwei Jahre verbringen möchten. Durch die Bereitschaft der Kollegen zur Hospitation und Bertreuung der Referendare als Mentor, was zusätzliche Arbeit für die Kollegen bedeutet, ist es möglich, dass eine so hohe Zahl von Lehrern in Ausbildung (LiA) ihr Referendariat an der FFS absolvieren können. Eine weitere Ansprechpartnerin stellt die Konrektorin dar, die bei Problemen der Unterrichtsplanung u.d.g. zur Seite steht.

Die Teilnahme der Referendare an Klassenkonferenzen, Stufen- und Gesamtkonferenzen wird an der FFS vorausgesetzt. Die Referendare sind außerdem zu Pausenaufsichten eingeteilt. Sie werden in die Mitarbeit an individuellen Förderplänen und Zeugnissen einbezogen und bekommen die Möglichkeit im Klassenteam mit zu arbeiten (Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, Elternarbeit, Klassenbuchführung, Klassenkasse u.ä.). Sie können sich dadurch an der Planung verschiedener Klassenfeste und -feiern beteiligen. Auch die Teilnahme an Klassenfahrten wird den LiA ermöglicht. Durch diese Aktivitäten findet eine Einbeziehung in die schulischen Aktivitäten und die Schuljahresplanung statt und sie bereiten auf die Lehrtätigkeit nach dem Referendariat vor. (vgl. hierzu auch das an der FFS entwickelte Positionspapier im Anhang: "Schulische Aufgaben etc. von Referendarinnen und Referendaren an der FFS", Anhang IV,1)

Für die Referendare stehen von Seiten der Schule verschiedene Angebote, wie die Lehrerbibliothek und eine umfangreiche Materialsammlung zur Verfügung, die zur Vorbereitung von Unterricht und bei der Erstellung der Examensarbeit verwendet werden können. Die Sammlung von Arbeiten zum zweiten Staatsexamen und die schriftlichen Unterrichtsvorbereitungen bieten den LiA als Orientierung eine besondere Hilfe. Auch die Freistellung der LiA für Fortbildungen und besondere Veranstaltungen durch das Studienseminar stellt an der FFS kein Problem dar. So wird schon angehenden Lehrern undLehrerinnen die Weiter- und Schwerpunktbildung ermöglicht.

Die große Anzahl der Referendare an der FFS wird durch die Bereitschaft der Schule gefördert, immer wieder Studenten als Praktikanten aufzunehmen und auch für den von der Universität geforderten Diagnostikschein zur Verfügung zu stehen. Das ist für die an der FFS tätigen Lehrer oft auch zusätzliche Arbeit. Die Tatsache, dass an der FFS verhältnismäßig viele LiA ihr Referendariat absolvieren, stellt nicht nur für die LiA selbst den Vorteil eines großen Austauschs untereinander dar, sondern bedeutet auch für die FFS einen Input an neuen Ideen. So profitieren vom Selbstverständnis der FFS als Ausbildungsschule nicht nur die Referendare, sondern das gesamte Kollegium.

 

3.6. Schülervertretung

In den Klassen der Haupt- und Werkstufe werden zu Beginn jedes Schuljahres ein/e Klassensprecher/in, sowie sein/ihre Stellvertreter /in gewählt.

Diese gewählten Vertreter wählen aus ihrem Kreis zwei Schulsprecher/innen und zwei Stellvertreter/innen für die Amtszeit von zwei Jahren.

Die Schulsprecher sind Mitglieder der Schulkonferenz und vertreten dort die Interessen der Schüler und Schülerinnen der Friedrich-Fröbel-Schule. Diese gehen unter anderem aus den regelmäßig durchgeführten Schülervollversammlungen hervor. Ebenso leiten sie entsprechende Anträge, Fragen etc. an das Kollegium/ Schulleitung, weiter und geben dann wieder Rückmeldung an die Vollversammlung

Verlässt ein/e Schulsprecher/in die Schule vor Beendigung seiner/ ihrer Amtszeit, rücken die entsprechenden Stellvertreter nach. (vgl. Profil der Haupt- und Werkstufe, 5.3.1).

4. Unterricht

4.1. Klassenzusammensetzung

An unserer Schule werden im Idealfall 6 - 7 Schüler dem Alter bzw. den Schulbesuchsjahren entsprechend in den Klassen zusammengefasst. Aufgrund unseres Platzmangels müssen leider z.Z. Klassen mit acht oder sogar neun Schülern gebildet werden. Zudem werden bei der Klassenbildung folgende Punkte berücksichtigt: Geschlecht, Mobilität, Unterstützungsbedarf, Kommunikationsfähigkeit. Aufgrund dessen gibt es in den Klassen eine sehr heterogene Schülergruppe. Wenn die Möglichkeit besteht, werden in den höheren Stufen größere Klassen gebildet, um in der Grundstufe kleinere Klassen zusammensetzen zu können. Grundsätzlich bleiben die Schüler drei Jahre in ihrem Klassenverband. Beim Stufenwechsel wird die Klassenzusammensetzung verändert.

4.2. Klasse als Hauptbezugssystem

Die Klasse mit ihren Schülern und dem Personal stellt für alle das Hauptbezugssystem im schulischen Alltag dar. Für die Schüler ermöglicht die emotionale Bindung zu ihren Mitschülern und zum Klassenpersonal Rückhalt und Sicherheit, Vertrautheit und Nähe. Das gemeinsame Gestalten des Tagesablaufs und des Schuljahres ist Teil des sozialen Lernprozesses in der Klasse. In diesem sozialen Gefüge muss sich jeder mit den unterschiedlichen Individualitäten und damit mit verschiedenen Lernvoraussetzungen, Lernwegen, Bedürfnissen auseinandersetzen.

4.3. Arbeit im Team

Die Grundlage effektiver Unterrichts- und Förderangebote ist die ausreichende personelle Besetzung eines Teams und die Qualität der Kooperation der Teammitglieder.

Die Teams unserer Schule sind meist aus zwei bis vier Kollegen unterschiedlicher Berufsgruppen zusammengesetzt, z.B. aus Sonderschullehrer, Sozialpädagogen, Referendare, Erzieher, Pflegekräfte, Zivildienstleistende oder Praktikanten. Durch die Zusammensetzung der Teams aus unterschiedlichen Persönlichkeiten, sowie unterschiedlichen Berufs- und Vergütungsgruppen kann einerseits eine fruchtbare Zusammenarbeit mit vielfältigen Ideen und Gedankenaustausch entstehen. Andererseits können im pädagogischen Alltag Verständigungsschwierigkeiten oder Spannungen auftreten. Gerade die Zusammenarbeit von Mitarbeiter mit unterschiedlicher Entscheidungskompetenz erfordert ein hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit, Toleranz, Kritikfähigkeit, Kooperationsbereitschaft und Empathie.

Konstruktives und kollegiales Zusammenarbeiten wird im Team durch die regelmäßigen Klassenkonferenzen gefördert. Probleme können zudem auch in Einzelgesprächen, sowie in den Stufen- oder Gesamtkonferenzen erörtert werden. Die Schulleitung steht den Teams, soweit es ihr zeitlich möglich ist, beratend zur Seite.

Ziele, Methoden und Wege der Unterrichtsdurchführung werden regelmäßig im Team diskutiert und reflektiert. Durch den regelmäßigen Austausch und das gemeinsame Tun bleibt die Arbeit der einzelnen transparent und entwicklungsfähig.

Weitere Aufgaben der Teams sind:

 

4.4.  Elternarbeit

Die Elternarbeit nimmt einen hohen Stellenwert neben der pädagogischen Arbeit ein. In intensiver Elternarbeit soll ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Eltern und Schule aufgebaut werden, um dem Kind die bestmöglichste Förderung zu ermöglichen.

Die Elternarbeit findet in unterschiedlichen Formen statt: Insbesondere zu Beginn der Schullaufbahn oder in Folge eines Klassenteamwechsel werden von Seiten der Schule Hausbesuche angestrebt, um in vertrauter Umgebung eine Basis der Zusammenarbeit aufzubauen sowie Eindrücke über das Lebensumfeld des Kindes zu sammeln.Durch regelmäßige Elternabende werden die Eltern über aktuelle Themen in der Klasse und innerhalb der Schule informiert. Ferner dienen sie dem Erfahrungsaustausch der Eltern untereinander.Das Mitteilungsheft dient der täglichen Kommunikation zwischen Elternhaus und Klassenteam.

Telefonkontakte werden insbesondere gewählt, wenn sich die Kommunikation über das Mitteilungsheft schwieriger gestaltet oder wenn ausführlichere Gespräche notwendig sind (sowohl von Seiten der Elternschaft als auch vom Klassenteam).

Elterngespräche in der Schule finden vor allem dann statt, wenn dringender Handlungsbedarf von Seiten der Schule notwendig erscheint oder aber wenn die Kommunikation zwischen Eltern und Schule auf anderen Wegen nicht möglich ist.Das Klassenteam berät und unterstützt die Eltern bei Fragestellungen und Problemen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Kind stehen.

Unterrichtsbesuche durch die Eltern, die nach Absprache mit dem Klassenteam möglich sind, sollen Fragen bezüglich des schulischen Alltags klären.Feste und gemeinsame Unternehmungen sowohl innerhalb der Klasse, der Stufe oder der gesamten Schule sollen u.a. Gesprächsmöglichkeiten zwischen Eltern und Lehrer ermöglichen.

Erstellung eines Informationsvideos über die Arbeit an der FFS

4.5. Förderpläne und Zeugnisse 

 

Förderpläne

Das Hessische Schulgesetz von 1997 legt in Paragraph 49, Absatz 2 fest, dass die sonderpädagogische Förderung für jeden Schüler auf der Grundlage eines individuellen Förderplans zu erfolgen hat. Dieser wird von den Lehrern für jeden Schüler erstellt und kontinuierlich fortgeschrieben. Unsere Schule hat schulintern folgende Vereinbarungen für die Erstellung der Förderpläne getroffen: Um eine Förderung der Gesamtpersönlichkeit der Schüler zu gewährleisten beinhaltet der Förderplan die Aufteilung nach folgenden elf Entwicklungsbereichen:

 

Für all diese Bereiche werden die aktuellen Lernausgangslagen festgestellt und schriftlich fixiert, darauf aufbauend nächste Lernschritte formuliert, sowie mögliche Inhalte, Methoden und Medien für das Erreichen der individuell formulierten Lernziele festgehalten. Diese stellen dann die Grundlage für die lernzielorientierte Förderung der einzelnen Schüler und die Basis für die Planung des Unterrichts in den jeweiligen Klassen dar.

Für jeden Schüler existiert ein eigener Förderplanordner, der im jeweiligen Klassenraum aufgehoben wird. Zu Zwecken der Überschaubarkeit sind die Förderpläne tabellarisch strukturiert.

 

Zeugnisse

Die Zeugnisse werden in Form einer verbalen Beurteilung als Jahresbericht zum Ende eines Schuljahres verfasst.

Bei der Formulierung der Zeugnisse wird Wert darauf gelegt, defizitorientierte zugunsten von leistungsorientierten Beschreibungen zu vermeiden. Zur Darstellung der Leistungen wird auf notenähnliche Formulierungen (z.B. "...zeigte befriedigende Leistungen.") verzichtet, da diese keine ausreichenden Informationen bezüglich der individuellen Entwicklung liefern. Es wird versucht, allgemeine Aussagen anhand konkreter Beispiele aus dem Schulalltag zu verdeutlichen.

 

Als Beurteilungskriterium für den aktuellen Leistungsstand des Schülers bzw. der Schülerin gilt stets der intraindividuelle Vergleich gegenüber dem Vorjahr. Nur so können die tatsächlichen Entwicklungsfortschritte aufgezeigt werden.

Das Zeugnis wird in Abhängigkeit von der jeweiligen Schwerpunktsetzung des Schuljahres und der Stufenzugehörigkeit in einzelne Lernbereiche unterteilt. Im Allgemeinen gilt folgender Gliederungsvorschlag:

 

4.6. Das Kurssystem

Durch das Kursangebot soll ein Lernen außerhalb der gewohnten Lerngruppen und ein intensives Arbeiten an einem bestimmten Lerngegenstand bei relativ gleichem Leistungsstand ermöglicht werden.In der Grundstufe werden keine verbindlichen Kurse angeboten.

Eine differenzierte Förderung nach individuellem Leistungsniveau der Schüler (insbesondere eine Anbahnung der Kulturtechniken ) findet mitunter nach Absprache klassenübergreifend in Kleingruppen von drei bis vier Schülern statt.

In der Mittelstufe wird ein Kurssystem für alle Lernbereiche und alle Schüler angestrebt, welches zweimal pro Woche eine Schulstunde umfassen sollte. Im aktuellen Schuljahr (2001/2002) ist es aufgrund der Personalsituation nicht möglich, Kurse anzubieten. Als Alternative wird versucht, innerhalb des Klassenverbandes oder in Zusammenarbeit mit einer anderen Klasse an den bisherigen Kursinhalten anzuschließen.

In der Haupt- und Werkstufe existiert ein differenziertes klassen- und stufenübergreifendes (die Haupt- und Werkstufe betreffend) Kursangebot. Die Schüler werden in drei Doppelstunden pro Woche ihren individuellen Leistungen entsprechend zusammengesetzt und gefördert.

Das Angebot umfasst [1] psychomotorische Förderung, die Förderung der Kommunikation über Gebärden und Symbole, die Förderung im Bereich Arbeitslehre mit den Schwerpunkten Holz und Hauswirtschaft und die Förderung der Kulturtechniken auf unterschiedlichem Niveau. Die Kurse bestehen durchschnittlich aus acht Schüler und werden je nach Betreuungsbedarf der Schüler mit Personal besetzt.Die Schüler nehmen im letzten Schulbesuchsjahr aufgrund der intensiven Beschäftigung mit dem Übergang in die Arbeitswelt nicht mehr an den Kursen teil.

 

5. Stufen

5.1. Die Grundstufe

5.1.1. Organisationsformen  

Schülerschaft

In der Regel werden Kinder im Alter von 6 Jahren aufgenommen. Aufgrund von Zurückstellung vom Schulbesuch oder Besuch z.B. der Vorklasse der Lernhilfeschule werden auch ältere Kinder aufgenommen.

Es besteht eine allgemeine Schulpflicht für jedes Kind. Die Aufnahme erfolgt unabhängig von Grad und Schwere der geistigen und körperlichen Behinderung, es gibt keine Minimalforderungen.

Die Beschulung an der FFS erfolgt nach Feststellung des Sonderpädagogischen Förderbedarfs im Bereich Praktisch Bildbare und nach Einweisung durch das Schulamt

Dauer der Grundstufe

Die Schüler bleiben in der Regel drei Jahre in der Grundstufe.

Sie werden dann unabhängig von Entwicklungs- und Leistungsstand in die Mittelstufe umgestuft.

Klassenbildung

Die Klassen werden altershomogen, aber leistungsheterogen zusammengesetzt.

Sie bleiben in der Regel drei Jahre zusammen.

Dauer der Beschulung

Der Stundenplan der Grundstufe ist gestaffelt:

1. Schulbesuchsjahr, 1. Halbjahr, kein Nachmittagsunterricht z.Zt. 28 Stunden

1. Schulbesuchsjahr, 2. Halbjahr 2 mal Nachmittagsunterricht z.Zt. 32 Stunden

2. Schulbesuchsjahr voller Stundenplan z. Zt. 3 lange und 2 kurze Tage, 34 Stunden

3. Schulbesuchsjahr voller Stundenplan

Arbeit in den Klassen

 

Aktivitäten der Grundstufe                    

Klassenteam

 

Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

 

Elternarbeit                    

5.1.2. Inhaltliche Schwerpunkte

Die Klassenteams der Grundstufe wählen in der Regel als Schwerpunkt der inhaltlichen Arbeit ein Rahmenthema aus, das im Unterricht zumeist fächerübergreifend über einen längeren Zeitraum erarbeitet wird. Dieses Thema kann jahreszeitlich-  oder sachorientiert sein, altersspezifisch ausgerichtet sein oder aufgrund aktueller Bedürfnisse entstehen. Der Unterricht wird gemeinsam vom Team im Voraus abgesprochen und geplant. So bleibt genügend Zeit zur Vorbereitung auch aufwendigerer Vorhaben. Ganzheitliches Unterrichten wird somit erleichtert.

Jeder Schüler soll seinen Möglichkeiten entsprechend gefördert werden. Die Lerninhalte werden so differenziert, dass der Einzelne seinen eigenen Zugang zum Thema finden kann.

In den einzelnen Unterrichtsbereichen werden unterschiedliche Inhalte erarbeitet. Die Inhalte ergeben sich sowohl aus den Bedürfnissen der einzelnen Schüler als auch der Gruppe.

Für unsere Schüler, die in der Regel das Schulsystem noch nicht kennen gelernt haben, ergeben sich vom Übergang Kindergarten in die Grundstufe wichtige und notwendige inhaltliche Schwerpunkte des Unterrichtes, die immer im Hinblick auf das Leitziel der Richtlinien der Schule für Praktisch Bildbare „Fähigkeit zur Selbstverwirklichung in sozialer Integration“ gesehen werden müssen.

Dabei müssen folgende 3 Lernziele berücksichtigt werden:       

Für die ersten drei Jahre in der Grundstufe ergeben sich daraus für die Schüler unserer Schule  wichtige Inhalte, die es im Rahmen unseres Unterrichtes zu bearbeiten gilt.Dabei gilt auch hier natürlich wieder unser Grundsatz, an den Voraussetzungen der Schüler anzuknüpfen.Das Kennen lernen des Systems Schule und das Eingewöhnen in die neue Bezugsgruppe, Kommunikation und die Selbstversorgung sind wichtige Schwerpunkte.Der motorische Bereich wird durch ein großes Bewegungsangebot im Schwimm- und Sportunterricht und auch durch Angebote wie Reiten erweitert.

Auch die Wahrnehmungsförderung erhält in der Grundstufenarbeit einen ganz besonderen Stellenwert.

Es ergibt sich somit eine ganze Reihe wichtiger Inhalte, die im folgenden aufgezählt werden:

 

Es wird nicht immer möglich sein, dass gleichzeitig alle Förderbedürfnisse einzelner Schüler berücksichtigt werden können. Aufgrund des enorm unterschiedlichen Leistungs- und Entwicklungsstandes der Gruppen ist eine zeitweilige Aufteilung in Gruppen wichtig. Hierbei gibt es die Möglichkeit, binnendifferenziert in Kleingruppen zu arbeiten. Gleichzeitig können die Schüler aber auch durch die Bildung klassenübergreifender Kurse an das in den anderen Stufen praktizierte Kurssystem herangeführt werden.

Einzelne Schüler mit speziellem Förderbedarf benötigen individuelle Einzelförderung. Für mehrfachbeeinträchtigte Schüler, seh- oder sprachbehinderte oder autistische Schüler und auch Schüler, die aufgrund problematischer Verhaltensweisen zeitweise nicht in die Sozialgruppe integriert werden können, wird so Raum geschaffen, um individuell auf deren Bedürfnisse eingehen zu können.

Die Schüler sollen im Unterricht in ihrer gesamten Persönlichkeit angesprochen werden, d.h. Emotion, Kognition und Motorik werden zu gleichen Teilen berücksichtigt.

Es wird versucht, den jeweiligen Unterrichtsinhalt möglichst vielseitig sinnlich erfahrbar zu machen. Alle Sinne sollen am Lernen beteiligt sein.

So oft es geht werden Unterrichtsgänge in die nähere und weitere Umgebung unternommen, um das Lernen abwechslungsreich, interessant und lebensnah zu gestalten.

Für die meisten Schüler und Eltern hat die erste Übernachtung in der Schule oder die mehrtägige Klassenfahrt eine große Bedeutung. Viele Kinder schlafen nun zum ersten Mal außer Haus. Diese Unternehmungen sind deshalb für die Selbständigkeit und das Selbstbewusstsein äußerst wichtig.

 

Die Elternarbeit  ist in der Grundstufe von großer Bedeutung. Hier werden wichtige Weichen für die weitere Zusammenarbeit gestellt.

Sie umfasst:

5.2. Mittelstufe

5.2.1. Inhaltliche Schwerpunkte

Wie sieht die Mittelstufenarbeit aus?

 

1. Mittelstufenjahr

 

Mögliche Themenangebote:

 

Arbeit an den Bedürfnisäußerungen durch non-verbale Methoden, herausfinden, welche für welche Schüler und Schülerin angemessen sind und ausprobieren.

 

2. Mittelstufenjahr

 

3. Mittelstufenjahr

5.2.2. Arbeits- und Organisationsformen

Klassenübergreifend·                    

Kurssystem für alle Lernbereiche und alle Schüler und Schüler in leistungshomogenen Lerngruppen. Dadurch ermöglichen wir ein Lernen außerhalb der gewohnten Lerngruppe und intensives Arbeiten an einem bestimmten Lerngegenstand bei gleichem Leistungsstand.

 

Als einzelne Klasse                    

Leistungsheterogene und altershomogene Klassenzusammensetzung

5.2.3. Arbeits- und Organisationsformen im Kollegium

Arbeit im Kollegium

 

5.2.4. Was zeichnet uns als Mittelstufe aus?

·                     

5.3. Haupt- und Werkstufe

5.3.1. Profil der Haupt- und Werkstufe

a)   Grundsätzliches:

Die Haupt- und Werkstufe der Friedrich-Fröbel-Schule versteht sich als organisatorische Einheit. Sie ist zunehmend erwachsenenpädagogisch orientiert und gehört schulorganisatorisch sowohl zur Sekundarstufe I und zur Sekundarstufe II. In den beiden Stufen gibt es folgende Angebote:

 

b)  Charakteristika der beiden Stufen

Hauptstufe

In der Hauptstufe steht die persönliche Entwicklung vom Kind zum Jugendlichen im Mittelpunkt. Darüber hinaus sind die Ziele Selbständigkeit und Eigeninitiative wichtige Bestandteile des Unterrichts in der Hauptstufe. Die organisatorische Struktur (s.o.) kommt diesen Zielen (und auch Schülerwünschen) entgegen.

 

Werkstufe

Der Schwerpunkt der Werkstufe liegt darin, mit den Schüler zu erarbeiten und zu erproben, was sie nach der Schulzeit erwartet. Die Lebensbereiche Arbeit, Wohnen, Partnerschaft, Sexualität und Freizeit gewinnen in diesem Lebensalter großes Gewicht. Besonders dem Lebensbereich Arbeit wird eine zentrale Bedeutung zugemessen.

 

c)   Vorbereitung auf die Arbeitswelt:

Ein Hauptschwerpunkt in der Haupt- und Werkstufe ist die Hinführung zur Arbeits­welt. Dabei ist der Ansatz „Arbeitslehre als Prinzip“ (VETTER, 1986) der Grundsatz. Dies wird unterstützt durch:

 

d)  Außerschulische Lernorte:

 

e)   Selbständige Lebensbewältigung:

Neben der Vorbereitung auf den Lebensbereich Arbeit gehört die Vorbereitung auf die ebenso wichtigen Lebensbereiche Wohnen, Partnerschaft, Sexualität und Freizeit zu den Schwerpunkten der Haupt- und Werkstufe. Dazu ist es wichtig, dass

 

f)    Freizeitaktivitäten :

 

5.3.2. Betriebspraktikum

 

„Geistigbehinderte/ Praktisch Bildbare erhalten in der Regel nach der Schulentlassung einen Arbeitsplatz in der Werkstatt für Behinderte (...). Gegen Ende der Schulzeit bekommen Maßnahmen der Hinführung an die Berufswelt zunehmend besondere Bedeutung. Ziel sollte es sein, möglichst viele Schüler auf einem geschützten Arbeitsplatz außerhalb der Werkstatt für Behinderte unterzubringen“ (HESSISCHER KULTUSMINISTER 1983, S. 3).Betriebspraktika in der Friedrich-Fröbel-Schule sind eingebettet in den Arbeitslehreunterricht (vgl. Punkt II,3). Insofern wird den Schülern und Schüler eine vorberufliche Grundbildung angeboten. Unterschieden werden kann in grundsätzlich zwei Praktikumsformen: (1) Praktika in der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) und (2) Außenpraktika in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes. Daneben sind weitere Praktikumsformen denkbar, wie dauerhafte Außenpraktika im Sinne einer Arbeitsplatzfindung, kontinuierliche in den Schulalltag eingebundene Praktika (z.B. ein Praktikumstag pro Schulwoche). Da für die weitaus meisten Schüler und Schüler der Berufsbildungsbereich der Werkstatt für Behinderte die gängige nachschulische Fördermöglichkeit darstellt, nimmt die Vorbereitung darauf einen großen Raum ein. Die Durchführung eines Betriebspraktikums gliedert sich in die Phasen der Vorbereitung, der Durchführung und der Nachbereitung des Praktikums. Ein verbindendes Element ist in dem Anlegen einer Praktikumsmappe zu sehen, in der relevante Inhalte zum Praktikumsbetrieb und -arbeitsplatz vorbereitet, während der Durchführung dokumentiert und schließlich in der Nachbereitung reflektiert werden. Somit können die Schüler und Schüler individuelle Präferenzen entwickeln und die Spezifika von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen entdecken.

 

Vorbereitungsphase:

Neben organisatorischen Klärungen durch die Lehrkraft, wie Vertretungen während der Abwesenheit von der Schule, der Fahrt zum Praktikumsbetrieb, dem Einhalten versicherungsrechtlicher Bestimmungen, Information der Eltern u.a.m. sind schülerbezogene Inhalte aufzuarbeiten: Praktikumsdauer, Arbeitsweg, Arbeitszeiten, betriebliche Ansprechpartner, Schüler-/Personalbogen für Praktikumsgeber. Dies kann durch betriebliche Erkundungen sowie durch Hospitationen erfolgen, die im Unterricht vertiefend behandelt werden. Auch können Experten von betrieblicher Seite eingeladen werden.

 

Durchführungsphase:

Um den Schüler adäquate Praktikumsplätze zu geben, sind Profilvergleiche hinsichtlich der individuellen Fähigkeiten und den konkreten Anforderungen am Praktikumsplatz hilfreich. Angeeignet werden sollen authentische Erkenntnisse zu betrieblichen Strukturen und Arbeitsplätzen, wobei die Begleitung für einzelne Schüler zu beachten ist. Gespräche sind mit den betrieblichen Ansprechpartnern über deren Einschätzungen zu einzelnen Schüler zu führen. Freitags findet jeweils ein Berufsschultag zur wechselseitigen Information zu den einzelnen Praktikumsplätzen sowie Klärung und Aufarbeitung evtl. entstandener Problemlagen statt.

Nachbereitungsphase:

Mit Hilfe der Praktikumsmappe (Visualisierung, persönliche Bewertung) können Praktikumserfahrungen langfristig im Sinne der Schaffung einer realistischen Selbsteinschätzung der Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler und Schüler aufgearbeitet werden. Dies dient bereits der Vorbereitung auf das nächste Praktikum bzw. auf den zukünftigen Arbeitsplatz.

Ihre formale Grundlage finden Betriebspraktika in § 5 des Hessischen Schulgesetzes sowie in den Richtlinien für die Zusammenarbeit von Schule und Betrieb im Bereich der allgemeinbildenden Schulen (Erlass vom 8. November 1996).

Eine wesentliche Strukturierungshilfe für die Durchführung eines Praktikums bietet ein schulinternes Curriculum der Haupt- und Werkstufe zur organisatorischen und inhaltlichen Gestaltung der Betriebspraktika. Deutlich wird in diesem Arbeitspapier, dass der Übergang in die Arbeitswelt langfristig vorzubereiten ist, und er zunehmenden Stellenwert in der unterrichtlichen Ausgestaltung erhält. Dieses mit der Steinheimer Werkstatt für behinderte Menschen und der Eugen-Kaiser-Schule (Berufsschule) abgestimmte Papier schafft schulinterne Transparenz über Unterrichtsinhalte und der formalen Gestaltung von Betriebspraktika.

Organisatorische und inhaltliche Gestaltung der Vorbereitung auf die Arbeitswelt. Schwerpunkt: Betriebspraktika (Tabellarische Übersicht)

Hauptstufe

Schulbesuchsjahre/

Anzahl der Praktika

Unterrichtsformen

Mögliche Unterrichtsinhalte

1. Jahr Hauptstufe

(i.d.R. 7. Schulj.)kein Praktikum

Unterrichtsprojekte mit   Betriebserkundungen mit Foto, Video, Cassettenrecorder für Interviews, Collagen

 

Einbindung in den Bereich Arbeitslehre

Menschen arbeiten

  • Arbeitsplätze der Eltern

  • Arbeitsplätze in der Schule, im HL, in anderen bekannten Betrieben

  • Arbeitsplatzbeschreibungen, -analysen (Ort, Material, Werkzeuge, Tätigkeit, Aufgabe)

  • Warum arbeiten erwachsene Menschen?

2. Jahr Hauptstufe

(i.d.R. 8. Schulj.)

 

1. Praktikum

Erkundung der WfB

Besuch des Sozialen Dienstes in der Schule mit Befragung,

Einteilung der Praktikumsplätze in der WfB,

std.weise Hospitation,

1wöchiges Praktikum in WfB (halbtags) von 8.00 Uhr bis 11.45 Uhr mit anschließendem Mittagsessen in der WfB,

Rückmeldung für PraktikantIn in der Gruppe durch GruppenleiterIn

Vor- und Nachbereitung mit Fotos, Video, Material aus der WfB,

im Nachmittagsunterricht Führen von Praktikumsmappen mit tägl. Berichten,

Vorstellen der Praktikumsplätze auf Elternabend

WfB als ein Arbeitsplatz geistig-behinderter Erwachsener

  • Kennenlernen der WfB (Besichtigung, evtl. Besuch eines Ex-Schülers)
  • Betriebserkundung: Kennenlernen der räumlichen, organisatorischen Strukturen
  • Exemplarische Arbeitsplatzstudien

Durchführung des 1. Praktikums

  • Erste Arbeitserfahrungen

  • Persönliche Arbeitsplatzbeschreibung

  • Eingliedern in Praktikumsgruppe, Kontakte zu Praktikumsbetreuer und Mitarbeitern

  • Anpassen des eigenen Verhaltens in der WfB

3. Jahr Hauptstufe

(i.d.R. 9. Schulj.)

 

2. Praktikum

Anknüpfen an 1. Praktikum, Hospitation,

2wöchiges Praktikum:

Außenpraktikum je nach Schüler

1. Woche halbtags mit Mittagessen in der WfB,

2. Woche ganzer Tag (8.00 bis 16.00 Uhr),

Rückmeldung für PraktikantIn in der Gruppe durch GruppenleiterIn

Fotos, Video, Material aus der WfB und den Betrieben

im Nachmittagsunterricht Führen von Praktikumsmappen mit tägl. Berichten,

intensive Nachbereitung

Verknüpfung mit anderen U.-Einheiten

durchführung des 2. Praktikums

  • Erweiterte Orientierung in der WfB

  • Arbeitserfahrungen an anderem Praktikumsplatz, Kennenlernen anderer Produkte und Arbeitsabläufe

  • Kennenlernen neuer Gruppenleiter und Mitarbeiter, neue Sozialerfahrungen beim Eingliedern in andere Gruppe

  • tägliche Praktikumsberichte

  • Reflektieren der eigenen Arbeits- und Sozialerfahrungen, Bewertungen treffen

  • bei Außenpraktikum erste Arbeitserfahrungen in "ungeschütztem Raum": Erfahren der eigenen Grenzen und Möglichkeiten

 

Arbeitsplätze in der WfB

  • Wissen über WfB wiederholen, Veränderungen in der Organisation feststellen

  • Begriffe: Arbeitsweg, -zeit, -pausen, -kleidung,-sicherheit (-schutz), -lohn wiederholen und festigen

  • Kategorien zur Arbeitsplatzbeschreibungen erarbeiten: Material, Werkzeug, Tätigkeit, Produkt bei ausgewählten Arbeitsprozessen

  • Arbeitsabläufe in Fließfertigung beschreiben: z.B. Dämmmatten

  • Nachstellen von geeigneten Arbeitsprozessen in der Schule mit Materialien aus der WfB

 

Kennen lernen von anderen Betrieben (Außenpraktika)

  • Anwenden der Kategorien zur Erkundung und Beschreibung der WfB und von Arbeitsplätzen auf andere Betriebe:

  • Begriffe: Arbeitsweg, -zeit, -pausen, -kleidung, -sicherheit (-schutz), -lohn wiederholen und festigen

  • Kategorien zur Arbeitsplatzbeschreibungen erarbeiten: Material, Werkzeug, Tätigkeit, Produkt bei ausgewählten Arbeitsprozessen

Werkstufe

Schulbesuchsjahre/

Anzahl der Praktika

Unterrichtsformen

Mögliche Unterrichtsinhalte

1. Jahr Werkstufe (i.d.R. 10. Schulj.)

 

Kein Prakti-kum in der WfB HU!

Evtl. Außenpraktika

Unterrichtsprojekte mit Betriebsbesichtigungen und Betriebserkundungen, Foto, Video, Cassette,

Besichtigungen anderer WfBs

Evtl. Praktikum in anderen WfBs und Betrieben,evtl. in Verbindung mit Klassenfahrt

Produkte entstehen in Arbeitsabläufen

  •      Betriebe stellen bestimmte Produkte her

  • Wie entstehen Dinge? Vom Rohstoff zum Produkt Gliederung von Arbeitsabläufen

  • Arbeitsmittel / Materialien / Tätigkeiten / ProdukteMaschineneinsatz (früher – heute)

  • Unterschiedliche Fertigungstechniken: Einzel-, Serien- und Fließfertigung

  • Rationalisierung von Arbeitsabläufen

  • Menschen haben verschiedene Arbeitsplätze

  • Ausführliche Arbeitsplatzbeschreibungen

  • Anforderungen am Arbeitsplatz

  • Belastungen am Arbeitsplatz

2. Jahr Werkstufe (i.d.R. 11. Schulj.)

3. Praktikum

 

 

Hospitationen,

2-wöchiges Praktikum, ganztags, in der WfB oder als Außenpraktikum
Abschlussrunde mit PraktikantInnen, Betreuern/Gruppenleitern im Besprechungsraum über die Leistung der PraktikantInnen
Überreichung der Praktikumsbescheinigung durch die Betreuer/Gruppenleiter.
, Video, Material aus der WfB und den Betrieben,

Führen von Praktikumsmappen mit tägl. Berichten,intensive Nachbereitung

Praktikumsausstellung

Verknüpfung mit anderen U.-Einheiten

 

Mein Praktikumsplatz als Arbeitsplatz

  •      Persönliche Arbeitsplatzbeschreibungen

  •  Beschreibung des Praktikumsbetriebes

  • Festigen der Kategorien zur Arbeitsplatzbeschreibung und -bewertung

  • Verhalten am Arbeitsplatz

  • Arbeitsschutzbestimmungen

  • Zusammenarbeit mit Kollegen

  • Vergleich von Anforderungen am Arbeitsplatz und eigenen Fähigkeiten

  • Erkennen von Möglichkeiten und Grenzen

  • Kennenlernen der Struktur der WfB

  • Berufsbildungsbereich

  • Arbeitsbereich

  • Tagesförderstätte

  • Begleitende Maßnahmen

  • Sozialer Dienst

3. Jahr Werkstufe (i.d.R. 12. Schulj.)

4. Praktikum

 

Hospitationen, 3-wöchiges Praktikum, ganztags in der WfB oder als Außenpraktikum

Abschlussrunde mit PraktikantInnen, Betreuern/Gruppenleitern im Besprechungsraum über die Leistung der PraktikantInnen

Individuell mehrere, längere Außenpraktika an möglichen, zukünftigen Arbeitsplätzen sind möglich,am Elternbesuchstag werden diesen auf Wunsch die Anmeldeunterlagen der WfB durch den Sozialen Dienst ausgehändigt.

Fotos, Video, Material aus der WfB und den Betrieben,Führen von Praktikumsmappen mit tägl. Berichten,intensive Nachbereitung, Besuch in der Berufsschule, beim Fachdienst, von Förderlehrgängen und evtl. Berufsbildungswerk, Kontakt zum Arbeitsamt,

Elternabend mit allen Beteiligten in der Schule SchülerInnen bereiten ihn vor und führen ihn durch Schülerübergabegespräche mit SchülerInnen, Berufsschule, Sozialer Dienst und Berufsbildungsbereich der WfB und evtl. Fachdienst Berufliche Integration Einbindung in langfristige U.-Einheit.

Mein zukünftiger Arbeitsplatz

  •      Einfinden in Organisationsstrukturen des zukünftigen Arbeitsplatzes

  • Aufgaben am Arbeitsplatz

  • Verhalten am Arbeitsplatz

  • Kontakte am Arbeitsplatz

  • Ausbildungsförderung - Arbeitslohn

  • Arbeitsbegleitende Maßnahmen

  • Weiterlernen nach der Schule

  • Arbeitsamt und zuständiger Reha-Berater

  • Berufsbildungsbereich in der WfB

  • Berufsschulunterricht

  • Fachdienst zur beruflichen Integration

  • Förderlehrgänge

  • Berufsbildungswerk

 

Wichtige Ansprechpartner:

Institution

Aufgabeninhalte

Ansprechpartner

Anschrift

Friedrich-Fröbel-Schule, SfPB Bruchköbel

Schulleitung

Beauftragung für das Praktikum

Meldung an das Schulamt

Schulleitung: Frau Thannhäuser, Frau Roeschen

Wichernstraße 14

63477 Maintal

06181/49 58 60

Friedrich-Fröbel-Schule,

Werkstufenleitung

Koordination der Praktikumstermine

Frau Wunderlich

Wichernstraße 14

63477 Maintal

06181/49 58 60

Sozialer Dienst der Werkstatt für behinderte Menschen

Praktikumsorgani-sation, Aufnahme in die WfbM

Herr Turowski

Otto-Hahn-Str.11

63450 Hanau

06181/66 77 - 0

Berufsbildungsbe-reich der Werkstatt für behinderte Menschen

Unmittelbarer nachschulischer Förderort

Herr Trageser, Herr Möller

Otto-Hahn-Str.11

63450 Hanau

06181/66 77 – 0

Tagesförderstätte der Werkstatt für behinderte Menschen

Unmittelbarer nachschulischer Förderort für schwerst-mehrfach-behinderte Sch.

N.N. bzw.

Herr Schüßler

Übergeordneter Leiter:

Herr Turowski

Otto-Hahn-Str.11

63450 Hanau

06181/66 77 – 0

Fachdienst Berufliche Integration der Werkstatt für behinderte Menschen

Zuständig für berufliche Integration durch die WfbM

Herr Burggraff

Clamecystr.

63571 Gelnhausen

06051/88 35 99

Berufsberatung des Arbeitsamtes

Feststellung und Finanzierung des Förderbedarfs dem im Berufsbildungs-bereich der WfbM oder durch weitere Maßnahmen entsprochen wird

N.N. bzw.

Herr Fischer

Am Hauptbahnhof 1

63450 Hanau

06181/ 672 - 0

Berufsschule

Schulische Förderung parallel zum Berufsbil-dungsbereich

Herr Horst

Eugen-Kaiser-Berufsschule, Lortzingstr.16

63452 Hanau

06181/9847 - 0

Gesellschaft für Wirtschaftskunde

Träger von Förderlehrgängen

N.N.

(06181) 99752-0

 

5.3.3. Kooperation zwischen den Stufen

 

Jede Schülerin bzw. jeder Schüler der Schule für Praktisch Bildbare durchläuft im Rahmen ihrer bzw. seiner Schullaufbahn vier verschiedene Stufen, nämlich die Grund-, die Mittel-, die Haupt- und die Werkstufe. Dabei wird jede Stufe in der Regel drei Jahre von den Schüler und Schüler besucht.

In den vorletzten Stufenkonferenzen am Ende jeden Schuljahres finden Gespräche bezüglich der Stufenübergänge statt.

Folgende Konstellationen ergeben sich hierbei:

Grundstufe – Mittelstufe

Mittelstufe – Hauptstufe

Hauptstufe – Werkstufe

An diesen Konferenzen nehmen sowohl die Lehrkräfte der Klassen, die das dritte Jahr der jeweiligen Stufe durchlaufen haben, als auch die Lehrerinnen und Lehrer der nachfolgenden Stufe, die voraussichtlich eine neue Lerngruppe im folgenden Schuljahr übernehmend werden, teil. Somit kann gewährleistet werden, dass viele Informationen weitergegeben werden können, die eine nachfolgenden Klassenzusammensetzung wesentlich erleichtert.

Darüber hinaus wird ein Schülerinformationsblatt erstellt, welches der Lehrkraft der nachfolgenden Stufe nochmals genaue Informationen über die einzelnen Schüler und Schüler gibt. Hat die Lehrkraft weiteren Informationsbedarf, so hat sie die Möglichkeit erneut Rücksprache mit dem pädagogischen Personal aus der vorangegangenen Stufe zu erhalten (vgl. 5.6, Schülerinformationsblatt).

 

5.4. Einweisungsverfahren

a)     Neueinschulungen

Geistigbehinderte Kinder, die im Altkreis Hanau oder in Hanau wohnen, erfüllen ihre Schulpflicht entweder in einer Grundschule im Rahmen des Gemeinsamen Unterrichts oder in der Friedrich-Fröbel-Schule. Erste Kontakte zwischen Elternhaus und Schule kommen meist im Einschulungsalter zu Stande. Sie entstehen entweder über Institutionen, die derzeit die Kinder betreuen wie z.B. Frühförderung, Kindergarten, Sprachheilvorklasse, Vorklasse oder durch eine meldende  Grundschule, Lernhilfeschule oder durch die Eltern selbst z.B. auf dem Einschulungselternabend der Integrativen Kindertagesstätte in Maintal. Zunächst wird mit den Eltern ein erster Gesprächstermin vereinbart, an dem auch die zukünftigen Schüler mit dabei sein sollen. Die Eltern haben die Gelegenheit die Schule zu besichtigen, einen ersten Einblick in die Arbeitsweise, besonders der Grundstufenklassen, zu bekommen, den Entwicklungsstand und die Fähigkeiten ihrer Kinder darzustellen sowie ihre Vorstellungen zum Schulbesuch zu formulieren. Die Kinder können, wenn sie sich darauf einlassen, während des Elterngesprächs am Unterricht einer Grundstufenklasse teilnehmen. Entsteht bereits während des ersten Gesprächs der Eindruck, dass eine andere Schulform geeigneter wäre, so wird für die Eltern ein Erstkontakt zur entsprechenden Schule vorbereitet. Alle Schulanfänger mit voraussichtlichem sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich der Schule für Praktisch Bildbare werden dann zu einem Schnuppertag, der meist im Mai stattfindet, in die Schule eingeladen. An diesem Tag sind die anderen Schüler der Grundstufe nicht in der Schule, so dass genügend Personal (in der Regel 1:1) zur Verfügung steht, um den sonderpädagogischen Förderbedarf eines jeden Kindes zu ermitteln. In der Regel werden die zukünftigen Schulanfänger von ihren Eltern um 9.00 Uhr in die Schule gebracht. Der Tag beginnt mit einem Begrüßungs- oder Bewegungslied in der Aula. Danach schließen sich Einzel- oder Kleingruppenarbeit zur Feststellung des Entwicklungsstandes und der Fähigkeiten der Schüler an. Dazu stehen verschiedene Klassenräume, die Turnhalle und der Pausenhof zur Verfügung. Im Lauf des Vormittages wird auch gemeinsam gefrühstückt und später das Mittagessen eingenommen. Gegen 13.00 Uhr ist der Schnuppertag dann beendet und die Kinder werden wieder von ihren Eltern abgeholt. Zum Ende des Tages stehen Schulleitung sowie die Kollegen, die das Kind an diesem Tag beobachtet haben, noch zu Elterngespräche über das Ergebnis des Schnuppertages und zur Beratung zur Verfügung. Wenn nötig können auch noch weitere Gesprächstermine stattfinden. Im Anschluss an den Schnuppertag findet noch eine Stufenkonferenz statt, in der die einzelnen Kinder vorgestellt und beschrieben werden und sich die Mitarbeiter der Grundstufe über ihre Erfahrungen und Beobachtungen des Tages austauschen.

Sind die Eltern, die abgebende Institution und die Schule mit der Einschulung in die Friedrich-Fröbel-Schule einverstanden, so muss kein Sonderpädagogisches Gutachten erstellt werden. Es genügt dann, ein Bericht über den Entwicklungsstand und die Fähigkeiten für die Überprüfungsakte, sowie die schriftliche Einverständniserklärung der Eltern, dass sie mit der Einschulung an der FFS einverstanden sind. Falls sich die Eltern und Schule nicht über den Förderort einig sind, wird ein Sonderpädagogisches Gutachten, das auch eine Vorschlag zum Förderort und Umfang des sonderpädagogischen Förderbedarfs enthält, erstellt und das Ergebnis mit den Eltern besprochen. In beiden Fällen geht die gesamte Überprüfungsakte ans Staatliche Schulamt, das dann den zukünftigen Förderort festlegt und über Dauer und Umfang der Maßnahme entscheidet.

 

In der Regel findet entweder noch vor den Sommerferien oder unmittelbar danach ein erster Elternabend statt, auf dem die Struktur der Schule, die Arbeitsweise in den Klassen, sowie der reguläre Tagesablauf vorgestellt wird und Formalia bezüglich der Einschulung erläutert werden, wie beispielsweise Essensgeld, Busabfahrtszeiten, Ablauf der Einschulungsfeier etc. Die Einschulung findet in der Regel am ersten Mittwoch nach Ende der Sommerferien im Rahmen einer Feier statt.

 

b)     Seiteneinsteiger

Auch in allen anderen Jahrgangsstufen kommen immer wieder neue Schüler hinzu. Dies sind zum einen Schüler mit Förderbedarf im Bereich der Schule für Praktisch Bildbare, die durch Zuzug in das Einzugsgebiet der FFS kommen. Zum anderen Schüler aus anderen Schulformen, bei denen eine Veränderung des Förderbedarfs festgestellt wurde. Diese Schüler absolvieren in der Regel einen Probeunterricht. Nach Abschluss des Probeunterrichtes entscheiden alle Beteiligten gemeinsam über den weiteren Förderort.

 

5.5. Einschulungsfeier und Entlassfeier

 

Zwei wesentliche Ereignisse im Leben eines Schülers

Die Einschulung stellt für jedes Kind ein besonderes Ereignis dar. Aus diesem Grund ist es auch an der FFS üblich, dem ersten Schultag mit einer Feier besondere Bedeutung zu verleihen. Die neuen Schüler kommen an diesem Tag gemeinsam mit ihren Eltern, Freunden und Verwandten, mit Zuckertüte und Schulranzen in die Schule. Nach einer kurzen Begrüßung und Ansprache durch die Schulleitung erfolgt in der Regel eine kleine Vorführung, die meist von den neuen Schülern des letzten Jahres dargeboten wird und in die die  neuen Erstklässler miteinbezogen werden. Danach lernen die neuen Schulanfänger die Mitarbeiter der Klassen kennen und gehen gemeinsam mit ihnen in ihren neuen Klassenraum. Die Eltern bleiben in der Aula, um noch anstehende Fragen und Formalia wie Schulbusabfahrts- und -ankunftszeiten u.ä. zu klären. Zum Abschluss treffen sich alle zum gemeinsamen Kaffeetrinken. Hier werden dann auch die traditionellen Klassenfotos und Einzelfotos von den Schülern gemacht. Selbstverständlich ist bei diesem wichtigen Ereignis auch die örtliche Presse anwesend.

Auch Entlassfeiern haben in der Friedrich-Fröbel-Schule eine große Tradition. Sie sind engagiert und mit erheblichem Aufwand entwickelt worden.

Die Ernsthaftigkeit dieses Tages ist für das Kollegium und die Entlassschüler unbestritten.

Die Feier wird nach den Vorschlägen der jeweiligen Abgangsschüler/innen gestaltet.

Sie können zwischen der traditionellen “akademischen“ Feier mit klassischer Musik oder Musik aus der Pop-Szenen wählen.

Zur „Festgesellschaft“ gehören Mitschüler aus der Haupt- und Werkstufe, persönlich eingeladene Lehrer/innen, ZDL, Busfahrer/innen, Eltern und Angehörige.

Danach sind sie „Ehemalige“ und werden zu Schulfesten und anderen Anlässen eingeladen.

 

5.6. Stufenübergänge

Jede Schülerin und jeder Schüler durchläuft innerhalb der Schulzeit vier verschieden Stufen, nämlich die Grund-, Mittel-, Haupt- und Werkstufe. Dabei wird jede Stufe drei Jahre lang von den Schülerinnen und Schülern besucht.

In der vorletzten Stufenkonferenz am Ende eines jeden Schuljahres finden Gespräche bezüglich der Stufenübergänge statt. An diesen Konferenzen nehmen sowohl die Lehrkräfte der Klassen, die das dritte Jahr der jeweiligen Stufe durchlaufen haben, als auch Lehrerinnen und Lehrer der nachfolgenden Stufe, die voraussichtlich eine neue Lerngruppe im folgenden Schuljahr übernehmen werden, teil. Somit kann gewährleistet werden, dass viele Informationen weitergegeben werden, die eine nachfolgende Klassenzusammensetzung wesentlich erleichtern.

Darüber hinaus wird ein Schülerinformationsblatt erstellt, welches der Lehrkraft der nachfolgenden Stufe nochmals genaue Informationen über die einzelnen Schülerinnen und Schüler gibt.

 

6. Außerschulische Kooperation

6.1. Kooperation mit anderen Schulen

 

Kooperation mit der Wilhelm-Busch-Schule (WBS), benachbarte Grundschule:

 

Kooperation mit der Heinrich-Hehrmann-Schule (HHS) in Schlüchtern und der Martinsschule in Altenhaßlau, den SfPB im Kreis:

 

 

6.2. Förderverein / Lebenshilfe

Die Lebenshilfe Hanau ist der Förderverein der FFS. Ein Förderverein in engerem Sinne tritt zwar ausschließlich für die Belange und Interessen einer Einrichtung ein. Der Verein „Lebenshilfe“ hingegen hat verschiedene Zielsetzungen.

Sicherlich ist die Schule eine eigenständige staatliche Einrichtung, dennoch ergeben sich auch noch heute vielfältige gemeinsame Interessen und Unterstützungsmöglichkeiten.

Da nach den Richtlinien des Regierungspräsidiums den Schulen allgemein finanzielle Abwicklungen untersagt sind, werden vom Förderverein „Lebenshilfe“ vor allem Verwaltungsaufgaben im finanziellen Bereich übernommen. So musste die Lebenshilfe beispielsweise im Auftrag und in Abstimmung mit der FFS drei Arbeitsverträge für an der Schule eingesetzte Betreuungskräfte abschließen, die vom örtlichen Sozialhilfeträger finanziert werden. Auch zweckgebundene Spenden sowie Bußgelder für die FFS werden über den Förderverein abgewickelt.

Darüber hinaus leistet die Lebenshilfe die Vorfinanzierung für vier an der Schule eingesetzte Kleinbusse, die für Unterrichtsgänge, Ausflüge, Schulveranstaltungen sowie Klassenfahrten genutzt werden und trägt die Wartungs-/Reparaturkosten sowie die Versicherungsbeiträge.

Finanzielle Unterstützung gewährt der Förderverein auch im Freizeitbereich durch die Finanzierung von Betreuern einer Schülergruppe. Mit der Übernahme des „Gärtnerhauses“ im Park von Schloss Phillipsruhe im vergangenen Jahr haben sich weitere Freizeitmöglichkeiten für Schüler ergeben. Im Sommer 2002 fanden erstmalig eigene Ferienaktivitäten für Jugendliche statt.

Aber auch in anderen Bereichen ist die Zusammenarbeit der FFS mit dem Verein „Lebenshilfe“ förderlich. So ist die Schulleitung kraft Amtes und damit die FFS im Vorstand der Lebenshilfe vertreten und somit über laufende Entwicklungen der Betreuung und Förderung von Menschen mit Behinderungen im Main-Kinzig-Kreis informiert. Zugleich bietet sich hierdurch der Schulleitung die Möglichkeit, im Interesse der Schule relevante Themen und Probleme anzusprechen. Durch die Mitgliedschaft im Vorstand der Lebenshilfe ist eine verbesserte Kommunikation zu Trägern von Behinderteneinrichtungen vor Ort gegeben und zusätzlich die Basis der Mitarbeit in Behindertengremien wie Behindertenrat, Mitgliederversammlung Behindertenwerk Main-Kinzig geschaffen.

Eltern von Schülern kann bei gewissen Problemen über die Lebenshilfe eine kostenlose Rechtsberatung durch den Landesverband der Lebenshilfe ermöglicht werden.

Die Lebenshilfe ist also ein wichtiger Partner der FFS!

6.3. Netzwerk

Kooperation der Schulleiter der Schulen für Praktisch Bildbare Hessen Süd:

 

Fortbildungen:

 

Regionale und Überregionale Beratungs- und Förderzentren:

 

„Koop-Gruppe“ Koordinations- und Kooperationsgruppe:

 

Beratungsstellen:

 

6.4.. Kooperation mit anderen Institutionen

 

7. Sonstiges

7.1. Festefeiern an der Friedrich Fröbel Schule

Das Feiern von Festen hat an unserer Schule einen hohen Stellenwert.

 

Folgende jahreszeitlich bedingten Feste, sowie Ereignisse und Feste die sich aus besonderen Anlässen immer wieder ergeben , werden innerhalb eines Schuljahres gefeiert:

Das Sommerfest, alljährlich zu Beginn eines neuen Schuljahres.

Es gibt allen Eltern, Freunden ,Bekannten und Interessierten die Möglichkeit Schüler und Lehrer der Schule kennen zu lernen, sowie einen Einblick in die Arbeit an der Schule zu bekommen. Schwerpunkt des Sommerfestes ist aber zweifellos das gemütliche Zusammensein, Spielangebote für die Schüler und die musikalischen Darbietungen einer Band. Das umfangreiche Buffet, hergestellt von den Eltern, ist jedes Jahr ein kulinarischer Höhepunkt und wichtiger Bestandteil des Festes.

Um den Eltern und der Öffentlichkeit einen Einblick in die Arbeit und Zielsetzungen der Schule, in ihre Ausstattung und Fördermöglichkeiten zu geben, findet alle paar Jahre ein Tag der offenen Tür statt.

Die Weihnachts- und Faschingsfeier findet alljährlich für alle Stufen gemeinsam in der Aula statt. Das Programm gestaltet sich durch Vorführungen und Darbietungen einzelner Klassen oder Schüler. Das Faschingsfest beinhaltet noch Spiele und ausgelassenes Tanzen zu der von den Schülern gewählten (Faschings-)Musik. Höhepunkt neben dem Buffet ist hier der Auftritt des Kinderprinzenpaares und der Maintaler Kindergarde.

Das Maifest oder auch der „Tanz in den Mai“ findet wechselweise mit einer Herbst-Disco alljährlich für die Schüler der Haupt- und Werkstufe statt. Im Schuljahr 00/01 wurde erstmalig eine Halloween-Party veranstaltet. Zu beiden Anlässen werden auch Schüler von anderen SfPB eingeladen. Fahrdienste werden soweit möglich von den Lehrern organisiert und soweit möglich von den Zivildienstleistenden durchgeführt.

Im November feiern die Grundstufen zusammen mit den Eltern an einem späten Nachmittag das Laternenfest. Gemeinsames Singen und Essen findet in der Aula statt; ein Umzug durch die Schule und das Martinsfeuer auf dem Schulhof bilden hier den krönenden Abschluss.

Die Geburtstage der Schüler und Lehrer werden in der Regel in den jeweiligen Klassen gefeiert. Das Geburtstagskind erhält ein Geschenk von der Klassengemeinschaft und bringt an diesem Tag etwas Leckeres zum Essen mit.

Je nach Art und Umfang der Feste werden die Vorbereitungen und die Organisation von den Kollegen/Kolleginnen übernommen; manchmal werden Festausschüsse gebildet. Soweit es möglich ist werden die Schüler mit in die Planungen einbezogen: sie stellen Dekorations-Materialien her und schmücken die Räume, liefern Wünsche, Anregungen und Ideen, verteilen Einladungen u.s.w.

Ausschließlich für die an der Schule arbeitenden Erwachsenen gibt es zur Zeit noch folgende Möglichkeiten gemeinsam zu feiern und sich näher kennen zulernen: Jährlicher Betriebsausflug, gemeinsames Kochen in der Lehrküche mit anschließendem Tafeln und Tanzen, das Tischfußball-Turnier (organisiert vom Hausmeister), sowie gelegentliche Geburtstage innerhalb des Kollegiums und die Abschiedsfeiern der Zivildienstleistenden.

7.2. Zeitung der Friedrich-Fröbel-Schule

Einmal jährlich wird eine Schulzeitung herausgegeben. Alle Schüler und Lehrer werden dazu aufgerufen, Artikel und Berichte von den verschiedenen Aktivitäten, wie z.B. Klassenfahrten, Ausflügen, Exkursionen, Praktika, Projekte, Einschulungs- oder Entlassfeier, Fasching, Weihnachtsfeier. Im vorangegangenen Schuljahr zu schreiben. Geschmückt mit selbstgemalten Bildern oder Fotos entsteht eine bunte, spannende Dokumentation über ein ganzes Schuljahr, die einen guten Einblick ins Schulleben schafft und für alle (Schüler, Eltern, Lehrer und Sponsoren) eine schöne Erinnerung ist.

7.3. Außendarstellung/ Öffentlichkeitsarbeit

Feste, Feiern und Jubiläen der FFS sind immer eine gute Gelegenheit, die Arbeit der Schule auch der direkten Nachbarschaft vorzustellen. Zu diesen Veranstaltungen werden die Anwohner des umliegenden Wohngebietes sowie die Mitarbeiter benachbarter Geschäfte eingeladen.Um den Bekanntheitsgrad der Schule in der Region zu steigern, werden auch Vereine und Verbände, aber auch Vertreter der Parteien zu solchen Anlässen eingeladen, da diese ihre gewonnenen Eindrücke einer breiteren Öffentlichkeit darstellen können und Anlass zur Medienpräsenz der FFS geben.

Einladungen an die Presse sind eine wichtige Komponente der Öffentlichkeitsarbeit. Ein Veranstaltungskalender sowie Artikel und Hintergrundinformationen zur Arbeit der Schule werden regionalen Zeitungen gegeben. Bei der Übergabe von Spenden an die FFS, die z.T. auch im Rahmen von Schulveranstaltungen stattfinden, ist häufig auch die Presse anwesend.

Projekte einzelner Klassen und Stufen, wie z.B. die Herstellung von Verkaufsgegenständen, die an einem eigenen Stand auf dem Maintaler Wochen- oder Weihnachtsmarkt von den Schülern verkauft werden, dienen zusätzlich dazu auf unsere Schule aufmerksam zu machen. Dies trifft auch auf die Durchführung gemeinsamer Projekte einzelner Klassen mit Klassen anderer Schulen zu.

7.4. Erste Hilfe  

 

 

Anhang:     

Unterrichtliche Schwerpunkte

1. Wahrnehmung

Wahrnehmungsförderung ist während der gesamten Schulzeit für jeden Schüler elementarer Bestandteil des Förderplans und nimmt dementsprechend einen breiten Raum ein.

Sie ist in den Gesamtunterricht integriert. Da die Schüler überwiegend durch den sinnlichen Umgang lernen, Dinge wirklich „begreifen“, „sehen“, „riechen“, „schmecken“, „hören“ müssen, wird die Wahrnehmungsförderung jedoch in der Regel auch in Form von gezielten Unterrichtseinheiten durchgeführt.

In der Grundstufe werden dabei häufig die fünf Sinne thematisiert und die Schüler machen Erfahrungen zu den einzelnen Sinnesbereichen.

In den höheren Stufen kann der Schwerpunkt mehr auf die biologische Funktion der einzelnen Sinnesorgane gelegt werden.

Für schwermehrfach behinderte Schüler ist die basale Stimulation der Sinnesorgane eine wichtige, manchmal einzige Möglichkeit der Kontaktaufnahme und Förderung.

Neben der Wahrnehmungsförderung im Klassenverband, im Gesamt- oder Fachunterricht gibt es an unserer Schule die Möglichkeit der intensiven Wahrnehmungsförderung im Einzelunterricht oder in Kleingruppen.

2. Soziales Lernen

 

„Soziales Lernen“ definiert sich in unserer Unterrichtspraxis als

a)     Lernen, mit anderen solidarisch und effizient zu arbeiten.

b)     Lernen, Emotionen bei sich und anderen wahrzunehmen, zu verstehen und mit ihnen umzugehen.

c)      das Erkennen und Erfahren von Interaktionen zwischen Menschen.

d)     den Erwerb von Handlungsfähigkeit in sozialen Bezügen.

„Soziales Lernen“ lässt sich anhand verschiedener Lernzielkriterien darstellen :

1.                 Durch die leistungsheterogene Klassenzusammenstellung (keine Schwerstbehindertenklassen!) wird Kommunikation,

                    Toleranz und Einfühlungsvermögen unter den Schülern gefördert und angeregt.

2.                 Durch sich ändernde Klassenzusammensetzungen (meist beim Wechsel in die nächste Stufe) werden diese Prozesse

                    verstärkt.

3.                 Durch klassenübergreifende Veranstaltungen (Kurssystem, Projektwoche, gemeinsame Klassenfahrten) wird

                    die Kooperation sowohl zwischen den Lehrern, als auch unter den Schülern initiiert.

4.                 AG’s (Mädchen-AG, Sportangebote, usw.) fördern die Ich-Identität der Schüler.

5.                 Förderung des Gemeinschaftsgefühls durch die gemeinsamen Mahlzeiten.

6.                 Durch die Übertragung festgelegter Dienste und Pflichten (Tischdienst, Müll wegbringen, Einkaufen, Blumen versorgen usw.)

                    entsteht Verantwortung für die Gruppe.

7.                 Die Schüler werden angeregt, Konfliktfälle verbal und durch ein Hineinversetzen in die Rolle des anderen zu lösen.

8.                 Spielen gilt als Lerninhalt (vor allem in der Grund- und Mittelstufe) zur Erarbeitung von Regelverhalten.

9.                 Soziale Sensibilität wird unterstützt durch Rollenspiele.

10.               Innerhalb des Unterrichts wird eine Sozialformvielfalt (Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit usw.) angestrebt.

 

3.  Unterstützte Kommunikation PCS-Symbole

Ausgangsidee:

Für alle Klassen sollen verbindliche Symbole für nicht sprechende Schüler gefunden werden. Die Schüler sollen ein Medium an die Hand bekommen, um sich ausdrücken zu können.

Die Symbole sollen die Schüler das ganze Schulleben begleiten. Eine fortschreitende Abstrahierung der Symbole ist möglich. Eine Mappe mit den Symbolen soll den Schülern nach Hause mitgegeben werden. Die verwendeten Symbole sollen im Förderplan aufgenommen werden, damit auch bei Klassen- und Stufenwechseln die Kontinuität gewahrt bleibt. Auch sollen sie beim Übergang in den Beruf weiter verwendet werden können.

Ist-Stand:

Zu folgenden Bereichen wurden Symbole von einer Arbeitsgruppe ausgewählt:

 

Von der Arbeitsgruppe sollen noch Symbole für FFS-typische Situationen erstellt werden.

Symbole für individuelle häusliche Situationen müssen je nach Schüler von den Lehrkräften bestimmt werden.

Eine Abgleichung mit der Arbeitsgruppe "Gebärden" ist noch nicht erfolgt.

Die Symbole werden auf Karteikartenformat ausgedruckt, laminiert und in einem Karteikasten in der Lehrerbibliothek zum Kopieren zur Verfügung gestellt.

4. Erfüllung der Grundbedürfnisse

Dies betrifft in den Richtlinien für den Unterricht in der Schule für Praktisch Bildbare besonders den Bereich 2 (Fähigkeit, sich selbst zu versorgen und zur Sicherung der eigenen Existenz beizutragen) und den Bereich 4.2 (Fähigkeit zum Zusammenleben und zu gemeinsamen Tun).

 

5. Krankengymnastik

Für die Schule ist eine Krankengymnastin auf Erzieherstelle mit 2/3 Stelle fest angestellt.

Angestrebt ist eine organische Mitarbeit im Unterricht und die Einbeziehung der krankengymnastischen Kompetenzen.

 

II.          Fachschwerpunkte

1. Lesen und Schreiben

Grundlage für das Lesen und Schreiben Lernen an unserer Schule ist der Erweiterte Leselernbegriff nach Hublow (vgl. Hublow, Christoph: Lebensbezogenes Lesenlernen bei geistig behinderten Schülern. In: Geistige Behinderung, Heft 2/1985), welcher das Lesen von Situationen, Bildern, Piktogrammen, Signalwörtern, Ganzwörtern und der Schrift umfasst.

Die Leseförderung findet sowohl im Klassenverband als auch in klassenübergreifenden Lesekursen statt.

Im Klassenverband werden hauptsächlich alltägliche Lebenssituationen zum Anlass genommen, um die Schüler in ihrem individuellen Lese- und Schreiblernprozess zu fördern. So dient z. B. das täglich stattfindende Frühstück und der damit verbundene Einkauf zum Schreiben und Lesen von Einkaufslisten in Form von Fotos, Bildern oder Schrift.

Weiterhin werden klassenübergreifende Lesekurse angestrebt, in denen die Schüler gemäß ihrer Leseentwicklung das entsprechende Lernangebot erhalten. Diese können aufgrund der personellen und räumlichen Ausstattung zur Zeit nicht in allen Stufen angeboten werden.

Beim Schriftspracherwerb an sich wird auf die Verwendung eines einheitlichen und für alle verbindlichen Leselehrgangs verzichtet. Um jedoch ein über mehrere Schulstufen kontinuierliches Lesenlernen zu gewährleisten wurden folgende Vereinbarungen getroffen:

 

2.Mathematik

Der Bereich Mathematik ist in unserem Schulalltag fester Bestandteil und wird sowohl in klassenübergreifenden Kursen als auch im Klassenverband von der Grundstufe an vermittelt.

Ausgehend von einer gründlichen Lernstandserhebung, möglichst zu Beginn eines jeden Schuljahres (in Anlehnung an den Kutzer-Test: Struktur- und Niveauorientierter Mathematikunterricht), soll jeder Schüler seinem Wissensstand entsprechend individuell gefördert werden. Dementsprechend umfasst der mathematische Unterricht insbesondere auch die Förderung des pränumerischen Bereiches, also den Aufbau eines gesicherten Mengenbegriffes, und dann erst den Aufbau eines Zahlbegriffes mit der Einführung der verschiedenen Zahloperationen.

Zum pränumerischen Bereich gehört das Sammeln verschiedener Elementarerfahrungen in Bezug auf Mengen. Die Mengenbildung (Sammeln, Sortieren, Zuordnen, Benennen, Gruppieren usw. von verschiedenen Elemente z.B. nach Farbe, Form, Eigenschaften und anderen Unterschieden von Gegenständen) und der Mengenvergleich muss häufig erst gezielt gefördert werden. Erst wenn die Schüler alle Grundlagen des Mengenbegriffes erreicht haben, wozu vor allem der sichere Vergleich der Mächtigkeit einer Menge gehören („mehr“, „weniger“, „gleich viel“) sowie z.B. auch die Invarianz und die Seriation, können Mengenoperationen eingeführt werden und schließlich dann auch die Zahlen/ Ziffern, das Zuordnen von Zahlen zu Mengen und zuletzt die Zahloperationen. Grundsätzlich umfasst unser Lehrplan je nach Leistungsstand alle Inhalte des regulären Lehrplans für Mathematik.

Neben rein mathematischen Lernvoraussetzungen zum Erreichen eines Zahlbegriffes, die sich aus dessen Entwicklung ergibt, bedarf es aber auch einer Reihe von weiteren Fähigkeiten, der Informationsaufnahme und –verarbeitung. Diese sind bei den Schülern häufig nicht voll ausgebildet und müssen im Unterricht mit gefördert werden. Dazu gehören: Motorik, Wahrnehmung, Auge-Hand-Koordination, Gedächtnis, Sprache, Orientierung in Raum und Zeit. Als Konsequenzen für einen gezielten, ganzheitlichen Mathematikunterricht ergibt sich daraus die Anbindung des MU an lebenspraktische Bezüge (Lebensbedeutsam sind z. B. der Umgang mit Geld, das Lesen der Uhr, das Wiegen, das Messen, das Telefonieren und das Lesen von Fahrplänen.), ein handlungsorientierter Unterricht unter Einbeziehung aller Sinne.Da es für den Mathematikunterricht an der Schule für praktisch Bildbare kein zufriedenstellendes Unterrichtswerk gibt, werden für den Unterricht vielfältige Unterrichtsmaterialien selbst erstellt. Des weiteren dient als Grundlage für den Unterricht insbesondere die Kutzer Unterrichts-Bücher („Mathematik entdecken und verstehen“) sowie das Unterrichtswerk „Rechnen mit Zalo Zifferli“,

Es gibt an unserer Schule eine Vereinbarung sowohl über die Ziffernschreibweise (Druckschrift Nord:1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 0), als auch über die korrekte Verwendung mathematischer Begriffe(z.B. Quadrat, Rechteck, plus, minus ).

 

3. Arbeitslehre

ARBEITSLEHRE als Prinzip

Arbeitslehre ist eine Dimension zeitgemäßer Allgemeinbildung im Sinne vorberuflicher Grundbildung, deren zentrale didaktische Dimension die ARBEIT ist. Wir verstehen Arbeitslehre nicht nur als Fach, sondern als Prinzip.

In diesem Verständnis zieht sich  die Arbeitslehre bei uns grundsätzlich durch alle Schulstufen, mit zunehmender Bedeutung in der Haupt- und vor allem Werkstufe.

  

In der Haupt- und Werkstufe finden neben den Kursen zu Kulturtechniken und Psychomotorik nun auch AL-Kurse (derzeit mit den Schwerpunkten Hauswirtschaft und Holz) statt.

Im Abschlussjahr der Werkstufe, die als Brückenfunktion zwischen Schule und Erwachsenenwelt gesehen wird, sind die Schülerinnen und Schüler nicht mehr in das Kurssystem eingebunden, sondern bereiten sich im Sinne eines Übergangsjahres vorwiegend auf ihr Leben nach der Schule vor (hinsichtlich Arbeiten, Wohnen, Partnerschaft, Freizeit).

Aufgaben und Ziele des Faches Arbeitslehre finden sich im Rahmenplan „Arbeitslehre“: „Arbeit ist eine der wichtigsten Formen der Teilnahme am gesamtgesellschaftlichen Geschehen.... Aufgaben des Faches AL ist es, Schülerinnen und Schüler auf die Bereiche ihres Lebens vorzubereiten, die wesentlich von Arbeit geprägt sind, und ihnen eine positive Grundeinstellung zum Wert der Arbeit für den Menschen (...) zu vermitteln. Der Unterricht im Fach Arbeitslehre soll sie anleiten, das komplexe Zusammenwirken technischer, ökonomischer, politischer, sozialer  und ökologischer Bedingungen, in denen sich Arbeit vollzieht, in grundlegenden Aspekten zu verstehen.“

Lerninhalte und Ziele leiten sich aus den Lebensbereichen BERUF, FREIE ZEIT; FAMILIE (Wohnen/Partnerschaft), ÖFFENTLICHKEIT ab.

Die Lebensumwelt der Schülerinnen und Schüler ist bei der Planung des AL-Unterrichts besonders zu bedenken und zu berücksichtigen.

Besonderer Bedeutung wird der Arbeitspraxis, sowohl in den Fachräumen der Schule als auch in der „originalen Begegnung“ (Erkundungen, Betriebspraktika etc.) beigemessen. Die Schülerinnen und Schüler können somit elementare Erfahrungen mit ARBEIT machen.

Das praktische Tun soll immer wieder mit Reflexionen verbunden sein zur Verarbeitung und Abwägen der praktischen Erfahrungen ( im Gegensatz beispielsweise zum Basteln). Und es versteht sich von selbst, dass Arbeitspraxis und theoriegeleitete Lebensbereiche sich gegenseitig bedingen.

Der projektorientierte und handlungsbezogene Unterricht, der sich nach außen öffnet (Begegnung mit der Realität, Lernortwechsel, Recherchen, Erkundungen, etc.) und weitere problemlösende Unterrichtsverfahren wie Fallanalyse, Simulation, in denen sich der integrative Charakter realer Situationen didaktisch widerspiegelt stehen im Vordergrund. Daneben werden aber auch Lehrgänge beispielsweise in Holz und Metall durchgeführt.

 

Arbeitslehre will den Schülerinnen und Schülern Lebenshilfe geben durch die Vermittlung von berufsunabhängigen Schlüsselqualifikationen und Kompetenzen und der Erziehung zur größtmöglicher Selbstständigkeit.

4.  Ästhetische Erziehung

„Aisthesis“ = „Wahrnehmung“ -  Der Begriff Ästhetische Erziehung bedeutet vom Ursprungswort her gesehen die Schulung der Wahrnehmung. Dieses Unterrichtsziel zu verfolgen ist sicher eine wichtige Aufgabe in der Schule für Praktisch Bildbare. Doch Ästhetische Erziehung meint noch mehr. Neben der Schulung der Wahrnehmung sind auch weitere Verhaltensweisen und Fähigkeiten zu fördern, so das Analysieren, das Produzieren, das Beurteilen und Besprechen. Der Erwerb von Kenntnissen und Fertigkeiten bezüglich bildnerischer Inhalte (Formalinhalte, Ausdrucksformen, Wirkungsweisen) ist ebenso bedeutungsvoll.

Der Begriff Ästhetische Erziehung ist so umfassend, dass er in unserer Schule in vielen Bereichen zum Tragen kommt. Neben den typischen Fächern wie Kunst, Werken, Arbeitslehre findet Ästhetische Erziehung genauso im Psychomotorik-Kurs (Selbstwahrnehmung) oder in einer Theater-AG (Selbst- und Fremddarstellung) statt.

Die Ästhetische Erziehung im Unterricht setzt sich mit einer Vielzahl von Bereichen und Materialien auseinander, die hier kurz aufgelistet werden sollen:

 

Ziel des Unterrichts ist die Steigerung der Wahrnehmungsfähigkeit unserer Schüler und Schüler ebenso, wie die Erweiterung ihrer Ausdrucksfähigkeit. Ästhetische Erziehung dient damit der Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit und darf nicht nur auf die Produktion schöner Dinge reduziert werden.

Unser Unterricht versucht das individuelle Repertoire eines Schülers aufzugreifen und zu erweitern. Sicher ist das nicht immer einfach, da es vielen Schüler und Schülern an eigener Vorstellungskraft, an Kreativität oder einfach an der Fingerfertigkeit mangelt. Eine Hilfestellung sind daher künstlerische Techniken (z.B. Überraschungstechniken, Drucktechniken), die von vielen Lehrkräften gerne eingesetzt werden. Erfahrungsgemäß schätzen die Schüler allerdings diejenigen Arbeiten / Produkte viel mehr, an denen sie sich reiben mussten nach dem Motto ‚der Weg ist das Ziel’.

Neben dem  eigenen Produzieren, der Erweiterung der künstlerischen Techniken, der Entfaltung der eigenen Kreativität gehört zur Ästhetischen Erziehung auch der Besuch von Museen und Ausstellungen,  das Betrachten von Kunstwerken, das Wahrnehmen und Analysieren ihrer Bildinhalte oder plastischen Aussagekraft.

Nicht immer allerdings können wir derzeit in unserer Schule diesen Anforderungen gerecht werden. Da gerade der gestalterische Bereich oft viele helfende Hände benötigt, die Lehrer- und Betreuerbesetzung aber längst nicht immer dafür ausreichend ist, bleiben angestrebte Unterrichtsziele immer wieder auf der Strecke.

Auch lässt die räumliche Situation in unserer Schule derzeit nicht alle gewünschten Aktivitäten zu. Der Andrang auf die Werkräume ist groß und nicht jeder Klasse ist es möglich, z.B. den Werkraum für Ton und Papier jedes Jahr zu nutzen.

 

5. Musikalische Erziehung

1. Didaktische Grundlegung

Die Arbeit am Unterrichtsgegenstand „Musik“ hat für die Schüler unserer Schule eine wichtige Bedeutung im Hinblick auf die soziale, affektive, sensomotorische und kognitive Erlebnisdimension. Dies bedeutet, dass über musikalische Unterrichtsinhalte nichtsprachliches, kommunikatives Handeln in der Gruppe angeregt werden kann, es werden soziale Regeln und das gemeinsame Tun thematisiert. Außerdem werden über Musik verschiedene Wahrnehmungskanäle angeregt und ausdifferenziert und diese mit Bewegung verknüpft. Die Lust am musikalischen Ausdruck soll das musikalische Tun begleiten und die sprachliche Beschreibung der musikalischen Vorgänge und Gesetzmäßigkeiten die kognitive Ebene ansprechen.

Alle Schüler und Schüler der Friedrich-Fröbel-Schule sollen daher im Rahmen ihrer eigenen Möglichkeiten mit Musik umgehen können, indem sie in der Schule Musik hören, Musik machen und sich zu Musik bewegen.

2. Organisationsformen und Inhalte der musikalischen Erziehung

Die musikalische Erziehung wird an unserer Schule  - vielfach auf Grund fehlender Fachkenntnisse - in sehr unterschiedlicher Weise ausgeführt. In einigen Klassen werden nur selten musikalische Unterrichtsinhalte thematisiert, in anderen Gruppen werden musikalische Inhalte im Rahmen von fächerübergreifenden Unterrichtsthemen und –projekten vermittelt und einige Klassen erhalten darüber hinaus regelmäßigen Musikunterricht, wobei spezifische, fachbezogene Lerninhalte thematisiert werden.

In der Grund- und Mittelstufe haben musikalische Inhalte häufig fächerübergreifenden Charakter. Der Tagesablauf wird oft u.a. durch den Einsatz von Liedern strukturiert, dazu werden Lieder zu fächerübergreifenden Unterrichtsthemen erarbeitet. Diese sind, um den Bedürfnissen der Schüler gerecht zu werden, immer mit Bewegungen oder einer Spielidee verbunden. Außerdem werden vielfältige Bewegungsspiele zu Musik angeboten und Musik als Medium zur Entspannung eingeführt. Im fachbezogenen Unterricht können darüber hinaus einzelne Elementarinstrumente vorgestellt werden und diese z.B. zur Vertonung von Umweltgeräuschen oder Klanggeschichten oder zur Anbahnung des Rhythmuses eingesetzt werden. 

In der Haupt- und Werkstufe  wird Musik im Rahmen von Klassenunterricht und Arbeitsgemeinschaften verstärkt fachbezogen angeboten. Das gesamte vorhandenen Percussions-Instrumentarium wird nun verwendet und der Schwerpunkt auf die Erarbeitung von Rhythmen und einfachen Rock-/Popsongs gesetzt. Wichtig ist in dieser Alterstufe die Beachtung der Bedürfnisse der Schüler – Kinderlieder kommen hier nicht mehr zur Anwendung. Das Ausprobieren von gezielten Bewegungen und Einstudieren von (Mode) - Tänzen erweitert den Bereich Musik & Bewegung in altersangemessener Weise.

3. Materielle Ausstattung

Die Friedrich-Fröbel-Schule verfügt über ein komplettes Angebot an Elementarinstrumenten. Teilweise sind diese als Klassensatz vorhanden. Außerdem steht ein Klassensatz an Congas/ Djembees, ein Schlagzeug, ein E-Bass und ein Keyboard zur Verfügung. In der Schulbibliothek gibt es ein begrenztes Repertoire an Musik-CDs und einige Liederbücher. Außerdem verfügt die Schule über mehrere CD- Player, Kassetten-Rekorder und eine professionelle Musikanlage.

 

6. Bewegungserziehung

Grundsätzliches :

Die Bewegungserziehung innerhalb der Friedrich-Fröbel-Schule umfasst die drei Lernbereiche:

 

Unabhängig vom Alter und der Art bzw. der Schwere der Behinderung werden die drei Lernbereiche während der ganzen Schulzeit angeboten.

Innerhalb der Bewegungserziehung besteht eine enge Verbindung zu vielen anderen Lernbereichen, insbesondere zur Wahrnehmung, sozialen Beziehungen, Sprache, Denken, der Selbstversorgung und dem Schaffen von Grundlagen für eine möglichst selbständige Freizeitgestaltung.

 

Organisationsform :

Die Bewegungserziehung findet in verschiedenen Organisationsformen statt:

 

a)   Lernbereich Schwimmen

Das Schwimmen erfolgt hauptsächlich in öffentlichen Schwimmbädern. Ein kleinerer Schülerkreis benutzt zusätzlich das schuleigene Therapiebecken.

Der Lernbereich Schwimmen umfasst nicht nur das traditionelle Schwimmen, sondern die darüber hinaus notwendigen Grundlagen (Punkt 1 bis 3).

1. Organisation eines Schwimmbadbesuches, (Ablauf, Regeln, Verhalten).

2. Umkleiden, (sich selbständig aus und anziehen, Garderobenschränke benutzen, etc.).

3. Körperhygiene, (sich selbständig Duschen und Waschen können).

4. Schwimmen:

 

b)   Lernbereich Psychomotorik  (Motopädagogik)

In diesem Lernbereich werden Ziele ausgewiesen, die der basalen Förderung dienen und unentbehrliche Voraussetzungen für weiteres Lernen in allen Persönlichkeitsbereichen schaffen.

In Anlehnung an die von KIPHARD erarbeiteten motopädagogischen Grundlagen ergeben sich drei zentrale Förderbereiche:

Körpererfahrung, über vielfältige Bewegungsaufgaben seinen Körper wahrnehmen (Bsp. : Entspannungsübungen, Igel-Ball-Massage, Körperschemaübungen, etc.).

Materialerfahrung, über vielfältige Aufgaben, Spiele und Übungen sich in Bezug zur materiellen Umwelt wahrnehmen (Bsp.: Einsatz von Alltagsmaterialien wie Zeitungen, Korken, Bierdeckel, Bewegungslandschaften, Luftballon, Schwungtuch, Trampolin, Rollbrett, Tastparcour, Naturerfahrungen, etc.).

Sozialerfahrung, über vielfältige Bewegungsaufgaben sich in bezug zur sozialen Umwelt wahrnehmen und sich in ihr bewegen (Bsp.: Darstellendes Spiel, Partneraufgaben wie Blind führen, Ballspiele, Fangspiele, Tanz,  etc.).

Auch wenn im Rahmen unserer schulischen Maßnahmen der Förderschwerpunkt öfters auf einem dieser Bereiche liegt sind Überschneidungen immer vorhanden. Auch hier gilt der Grundsatz des ganzheitlichen Lernens.

 

c)  Lernbereich Sport

Der Lernbereich Sport nimmt die Fähigkeiten auf, die im Lernbereich Psychomotorik (Motopädagogik) angebahnt wurden und führt diese weiter.

Die ausgewählten Inhalte sind vielfältig und orientieren sich an unterschiedlichen Zielsetzungen. Es werden Bewegungs- und Körpererfahrungen vermittelt die nachhaltig auf die Gesamtentwicklung der Schüler wirken. Der Gewinn an Selbstvertrauen und Lebenssicherheit sind ebenso Bestandteil, wie sportbezogene Zielsetzungen. Dabei werden die motorischen Grundfertigkeiten ebenso berücksichtigt wie traditionelle Sportangebote und verschiedene Trendsportarten.

Ebenso ist die Ausrichtung diverser Turniere mit Wettbewerbscharakter (Fußball, Basketball, Leichtathletiksportfest) ein fester Bestandteil des Schulangebotes.

 

Verschiedene Lernangebote innerhalb der Friedrich-Fröbel-Schule sind:

Geräteturnen/ Klettern/ Leichtathletik/ Trampolinspringen/ Kegeln/ Basketball/ Fußball/ Tischtennis/ Fahrradfahren/ Kanufahren/ Wanderungen/ Joggen/ Surfen/ Segeln/ Federball/ Tanzen/ Skilanglauf/ Ski alpin/ Skateboard/ Inliner/ Rollbrett/ Einsatz von Kleingeräten/ Spiele/ verschiedene Bewegungslandschaften.

 

7. Sexualerziehung

Sexualität/ Sexualerziehung ist vom 1. Grundstufenjahr an ein Teil des Umgangs miteinander, ein Teil der individuellen Förderpläne, ein Teil des Lernens im Unterricht.

Sexualität mit all ihren Freuden und den Fragen und Problemen ist immer vorhanden. Entscheidend ist, in der Situation, bei Fragen, bei Verhaltensauffälligkeiten hinzusehen, die Problematik aufzugreifen und die Schüler oder die Klasse zu unterstützen und klärend einzugreifen sowie regelmäßig Unterrichtseinheiten im Gesamtunterricht einzuplanen.

Sexualerziehung ist Prinzip im Besonderen in Bezug auf Prävention.

Im Unterricht geht es um Wissensvermittlung und um die Anbahnung von adäquatem Verhalten.

Im Umgang mit Themen zur Sexualität ist es förderlich, wenn Lehrerinnen Mädchen und Lehrer Jungen unterrichten.

Im Unterricht zur Pflege und zur hygienischen Versorgung, z.B. beim Schwimmunterricht achten wir sehr früh auf gleichgeschlechtliche Unterstützung. Dies kann leider aus personeller Mangelbesetzung nicht immer durchgehalten werden.

Dieser Bereich ist weiter ausgearbeitet und die Unterlagen befinden sich in den "Handreichungen zur Sexualerziehung".

 

II. Weitere Lernbereiche

1. Snoezelen

Snoezelen ist ein holländisches Mischverb, das aus „snuffelen“ (schnüffeln, schnuppern) und „doezelen“ (dösen, schlummern) zusammengesetzt ist (vgl. engl.: „to snooze“ für „dösen“).

„Snuffelen“ steht in diesem Fall für alle anderen Sinne, also auch Sehen, Fühlen, Hören und Schmecken, während „doezelen“ für alle emotionalen Sinneserfahrungen steht, also Geborgenheit, Schmusen, Wiegen, Körperkontakt, eben sich wohl fühlen.

Snoezelen versucht in der grundlegenden Anregung der fünf Sinne neue Zugangswege zu Menschen zu finden, die sich auf Grund ihrer schweren geistigen Beeinträchtigung meist nicht selbständig artikulieren können.

Es ist ein Angebot besonders für (aber nicht nur) Schwerstbehinderte, bei dem sie ruhig werden und zu sich selbst finden können. Snoezelen ist eine gestaltete Umgebung, in der die Sinne nicht komplex, sondern einzeln, dafür in der Tiefe angesprochen werden. Um dies zu erreichen, muss dabei eine Reizreduzierung und –selektion stattfinden. Das Erleben der direkten Umgebung, das Einfach–auf–sich-wirken-lassen und das angenehme passive Genießen sind Ziele an sich. Dazu kommen die Stimulierung der Entwicklungsförderung und therapeutische Intentionen, z.B. unruhige Kinder und Jugendliche zu beruhigen.

In unserer Schule wird der vorhandene Snoezelraum vielfältig von den einzelnen Klassen genutzt, sei es, um schwerer Behinderte  in Einzelsituationen die Möglichkeit zu geben, sich selbst zu erleben, zur Wahrnehmungsförderung  oder einfach als Raum zur Entspannung.

Genauso werden aber auch den anderen Schülern in Klein- oder Großgruppen verschiedene Wahrnehmungs- und Entspannungsangebote gemacht. Auch im Kurssystem wird dieser Raum, z.B. im rechnerischen Bereich ( wie Formen und Farben) genutzt.

2. Klassenfahrten

Die Ziele der Durchfahrten von Klassenfahrten sind:

 

In der Regel führt jede Klasse einmal im Schuljahr eine Klassenfahrt durch. Für Schüler aus einkommensschwachen Familien gibt es die Möglichkeit finanzieller Beihilfe.

 

3. Reiten

Schüler und Schüler der Grund- und Mittelstufe haben die Möglichkeit, auf dem Rosenhof zum Reiten (Voltigieren für Anfänger) zu gehen.

Der Rosenhof in Bruchköbel-Oberissigheim ist im Besitz der Familie von Schwerdtner, die Reitlehrerin ist Frau Conny Höfgen. Die Stunde für eine Schülergruppe kostet z. Z. (2001) 45.oo DM.

Frau Höfgen hat langjährige Erfahrung im Umgang mit behinderten Kindern und leitet neben den Schulreitgruppen auch privat von Eltern organisierte Reitgruppen.

Der Rosenhof ist eine überschaubare Anlage, in der sich die Kinder schnell zurechtfinden können. Der Unterricht findet wetterunabhängig in der Reithalle statt. Die Kinder sitzen in der Halle auf der Bank und können so das Geschehen unmittelbar verfolgen.

Die Übungen werden je nach Vermögen des Kindes auf dem stehenden oder im Schritt laufendem Pferd ausgeführt. Dabei wird das Pferd von der Reitlehrerin geführt und das Kind vom Lehrer am Pferd begleitet und individuell mit Hilfestellung unterstützt.

Anfängliche Sitzübungen sollen den Kindern ein Gefühl für den schaukelnden Pferderücken vermitteln und sie dazu bringen, ruhig und locker im Gleichgewicht zu sitzen. Daran schließen sich Übungen mit verschiedenen Armhaltungen an. Je nach Vermögen der Kinder werden Übungen in Bauch- oder Rückenlage angeboten. Starke Schüler lernen einfache Voltigierübungen wie die Mühle oder den Seitsitz.

Körperbehinderte und Mehrfachbehinderte können je nach ihren motorischen Möglichkeiten in Bauchlage oder Reitsitz aufs Pferd, dabei kann sich zur Unterstützung eine Kraft vom Rosenhof mit auf das Pferd setzen. Gerade diese Kinder erleben die schaukelnden Bewegungen auf dem warmen Pferderücken besonders intensiv. Zum einen wird eine bestehende Spastik positiv beeinflusst, zum anderen erleben sie sich als stark und unabhängig, denn es ist kein Erwachsener, der ihnen die Bewegung ermöglicht.

Am Ende bekommt das Pferd von jedem Kind mit individuell verschiedener Hilfestellung ein Brotstück zur Belohnung.

„Reiten gehen“ ist eine disziplinierte Lernsituation, die durch viele Regeln gekennzeichnet ist. Beginnend beim Verlassen des Schulgeländes und richtigem Verhalten im Bus über ruhiges Abwarten auf der Bank bis zum Einhalten der Regeln beim Umgang mit dem Pferd und dem richtigen Ausführen der Übungen sind die Schüler in vielerlei Hinsicht gefordert.

„Reiten gehen“ ist zeitaufwändig, für 60 Minuten in der Halle muss man 2 Stunden einplanen. „Reiten gehen“ ist personalaufwändig, man braucht zwei Begleitpersonen und die Gruppe sollte nicht mehr als 4 bis 5 Schüler haben.

Aber „Reiten gehen“ ermöglicht behinderten Schülern und Schüler einmalige Erfahrungen, die in dieser Art und Weise an keinem anderen Lernort gemacht werden können. Der Umgang mit dem großen, starken Tier fördert das Selbstvertrauen, hilft, Angst abzubauen und bringt Kinder dazu, sich auf unbekannte Situationen einzulassen. Reiten fördert das Gleichgewicht und stärkt die Muskulatur, gleichzeitig werden Verkrampfungen abgebaut. Reiten übt diszipliniertes Verhalten und fördert die Konzentration und Reiten macht den Schülern und Schüler großen Spaß.

Leider nutzen zur Zeit nur drei Klassen dieses Angebot, es wäre erstrebenswert, wenn mehr Schüler diesen Lernort Reithalle nutzen könnten.

 

4. Fahrradfahren, Rollerfahren

Tretroller und Dreirädchen stehen den Grund- und Mittelstufenschüler täglich in den Pausen zur Verfügung.

Das Fahrradfahren bzw. das Rollerfahren ist an unserer Schule ein Unterrichtsfach, das täglich, wöchentlich auf dem Stundenplan stehen kann oder als Projekt oder als Arbeitsgemeinschaft angeboten wird. Damit werden viele verschiedene Ziele verfolgt: Gesundheitsförderung, Anlässe zum Bewegen geben, Erfolgserlebnisse vermitteln, Spaß haben, Verbesserung der Motorik, des Gleichgewichts, Verbesserung der Geschicklichkeit, Wahrnehmungsförderung, Verkehrserziehung, Freizeitangebote, Soziales Lernen (Rücksichtnahme, Anpassen), Sich an Regeln halten, Vorbereiten auf ein Fahrradturnier, Fahrrad oder Roller als Fortbewegungsmittel erfahren usw.

Der Fuhrpark besteht aus den unterschiedlichsten Fahrrädern (große, kleine, Klappfahrräder, Mountainbikes, Herrenräder, Damenräder, mit Stützräder, ohne Stützräder), um jedem Schüler und jeder Schülerin gerecht zu werden. Die Schule hat viele Fahrräder geschenkt bekommen. Erwachsenenroller wurden vom Elternbeirat gespendet.

Der Fahrradfuhrpark besteht außerdem aus einem Tandem, einem Rollfietz, Dreirädern, die zum größten Teil mit kompensatorischen Hilfsmitteln ausgestattet sind. Einige Räder sind ausgerüstet, um auch auf öffentlichen Wegen zu fahren.

Die Fahrradwerkstatt ist ausgerüstet mit Werkzeug, verschiedenen Luftpumpen, unterschiedlichen Ersatzteilen und Fahrradständern. Anfallende Reparaturen erledigen Zivildienstleistende.

Fahrräder und Werkstatt sind in einer Doppelgarage auf dem Schulgelände untergebracht.

Es stehen bis zu 25 Fahrradhelme, in unterschiedlichen Größen zur Verfügung, die immer beim Fahrradfahren getragen werden sollten.

Zum Fahrradfahren steht der Pausenhof zur Verfügung. Vereinzelt wird mit Schüler auf öffentlichen Verkehrswegen gefahren bzw. trainiert. Der theoretische Unterricht zum Fahrrad und zum Fahrradfahren wird direkt an der Materie oder auch im Klassenzimmer durchgeführt.

Das Fahrradfahren wird klassenintern oder auch klassenübergreifend durchgeführt. In verschiedenen Unterrichtssituationen wird das Fahrradfahren als äußere Differenzierung einigen Schüler angeboten.

IV.   Sonstiges

1. Schulische Aufgaben von Referendaren

Diese Aufgabenzusammenstellung ist keine verbindliche Richtlinie. Sie wurde vielmehr erarbeitet, um schulinterne Abläufe für neue Referendarinnen und Referendaren (Praktikantinnen usw.) überschaubar zu machen Es soll als Hilfe dienen, um sich schneller in den schulischen Alltag mit den vielfältigen Aufgabengebieten einzuarbeiten.

Neben dem Unterricht mit seinen Vor- und Nachbereitungen gibt es viele verschiedene Aufgabenbereiche, die von jedem pädagogischen Team erledigt werden müssen. Selbstverständlich ist dies je nach Klasse, Stufe und Team unterschiedlich und erhebt nicht den Anspruch an Vollständigkeit.

Dies heißt auch, dass die Liste stets erweitert oder ergänzt werden kann!

 

 

Impressum

Die inhaltliche Gestaltung der Texte erfolgte durch die Mitarbeit aller Kollegen und Kolleginnen.

Verantwortliche Mitarbeiter der Steuerungsgruppe für das Schulprogramm waren:

Monika Lake, Natascha Weigt, Bettina Roeschen, Annette Tylinda, Stefan Bieber-Goßmann, Alfred Titz

 

Stand Schuljahr 2001/2002

 

 

Gemeinsam mit den Abschlussschülerinnen und –schüler der Frida-Kahlo-Schule gestalteten unsere Abschlussschülerinnen und –schüler den mittlerweile traditionellen Elterninformationsabend zum Thema „Was kommt nach der Schule?“. Nach einer Präsentation durch die Schülerinnen und Schüler konnten sich die Eltern und interessierte Gäste wieder an den vielfältigen Ständen der Institutionen umfassend informieren und austauschen!