Fortschreibung 2002-2005

 

Schulprogramm

 

Fortschreibung 2002 – 2005

 

Inhaltsübersicht

 

Vorwort

Einführung

Arbeitsstrukturen und Arbeitsweise Arbeitsweise

Redaktionelle Arbeit

Reader                                                                                          

Leitziele                                                                         

Dokumentationen der Arbeitsgruppen

Visionenbildung und Steuerung

Veränderte Schülerschaft:  Pausen-/Schulhofgestaltung   

Umgestaltung und Neuschaffung von Räumen    

Ästhetischer Bereich. „Kulturtag“

Unterstützte Kommunikation

Arbeitslehre / Schulfirma

Schulordnung – Regeln und Sanktionen

Soziales Lernen

Ausblick

Impressum

 

Vorwort  

 

Die vorliegende&n bsp; Fassung des Schulprogramms der Friedrich-Fröbel-Schule ist die Fortschreibung des Fundamentums, wie es den Jahren 1999 bis 2002 vom Kollegium der Friedrich-Fröbel-Schule erarbeitet wurde.

Die darin aufgeführten Leitziele für das schulische Leben und die unterrichtliche Gestaltung haben weiterhin Bestand und gelten als Ausgangspunkt jeglichen pädagogischen Planens und Handelns. Sie werden deswegen in diese Ausgabe nochmals aufgenommen und der Dokumentation der Schulprogrammarbeit vorangestellt.

Gleichzeitig stellen die Aussagen der damaligen IST-Stand-Beschreibung und damit die Inhalte der unterrichtlichen Gestaltung und die Organisationsstruktur der Friedrich-Fröbel-Schule den Ausgangspunkt für die weitere Schulprogramm-Arbeit dar.

Die gut vorbereitete und fachlich begleitete Schulteilung im Herbst 2002 in die Schulen Friedrich-Fröbel-Schule in Maintal und in die Schule für Praktisch Bildbare in Bruchköbel setzte Energien frei, die sich aus der Teilung ergebenden Chancen für eine Neu-, Um- und Ausgestaltung des Bestehenden, Bewährten oder Überholten zu nutzen. An einem pädagogischen Tag wurden dazu Wünsche, Träume, Visionen, … visualisiert und formuliert.

Das Kollegium stellte sich daraus im Dezember 2002 ein neues Arbeitsprogramm und arbeitete seitdem engagiert und konstruktiv daran die festgelegten Entwicklungsschwerpunkte mit ihren Zielsetzungen zu verfolgen. Einige Arbeitsbereiche wurden in diesem Jahr abgeschlossen, einige werden Bestandteil der weiteren Fortschreibung sein. Eine neue Schwerpunktsetzung ist bereits erfolgt.

Für das Kollegium war schließlich die intensive Zusammenarbeit und deren Ergebnisse Anlass und Grund genug, nach Verabschiedung in den Schulgremien, das nun Erreichte zu präsentieren und  zu feiern und damit die Arbeitsgruppen zu entlasten.

 

1. Einführung  

1.1. Arbeitsstrukturen und Arbeitsweise   

Die im Sommer 2002 neu gebildete Visionen-/Steuerungsgruppe, bestehend aus fünf Kolleginnen und Kollegen,  übernahm nach der Schulteilung im Herbst des gleichen Jahres die Organisation und Strukturierung zweier pädagogischer Konferenzen, in denen die neuen Entwicklungsschwerpunkte festlegt und gewichtet wurden.

Diesen ordneten sich Arbeitsgruppen zu, die sich regelmäßig mit gemeinsam festgelegten Zielen trafen. Diskussionsrunden, Treffen zur Materialerstellung Exkursionen, externe Berater,  wie auch  die regelmäßige Vorstellung der Arbeitsprozesse und –ergebnisse und Entscheidungsfindungen in Gesamtkonferenzen gehörten zu  den Prozessstrukturen und Vorgehensweisen der Gruppen.

Die Visionen-/Steuerungsgruppe unterstützte, koordinierte und lenkte die gesamtschulische Schulprogrammarbeit durch Fragebogenabfragen, Vorbereitung und Durchführung von pädagogischen Teilkonferenzen. Schulinterne Evaluationsergebnisse anhand von Fragebogen, Reflexions- und Abstimmungssitzungen wurden  transparent gemacht und flossen in die Weiterarbeit der Gruppen ein.

 

1.2. Redaktionelle Arbeit 

Die Koordination der redaktionellen Arbeit zur Verschriftlichung des Schulprogramms übernahmen zwei Personen, die teils der Steuerungsgruppe, teils einer Arbeitsgruppe angehörten.

Es wurde ein Raster entwickelt, das der inhaltlichen Arbeit der Gruppen entsprach. Jede Arbeitsgruppe erstellte danach gestraffte Dokumentation und ergänzte gegebenenfalls durch einen erläuternden Anhang.

Die Redaktion überarbeitete teils mit 1-2 Mitgliedern eines Arbeitsbereiches dessen Dokumentation.

 

1.3. Der Reader 

Der Reader des Schulprogramms enthält neben dem Hauptteil, der Darstellung der Ergebnisse der Arbeitsgruppen, sowohl die Leitziele des Grundlagen-Schulprogramms als auch dessen Inhaltsverzeichnis. Damit soll die Anknüpfung an das weiterhin gültige Schulprogramm dargestellt sein. Dieses liegt in der Schule und im Staatlichen Schulamt vor und kann bei Bedarf eingesehen und abgerufen werden.

Die vorliegende Fortschreibung existiert in einer eigenständigen formalen Fassung.

Unterrichtsmaterialien oder ausführlichere Manuskripte, die in den Arbeitsgruppen erstellt wurden, sind im Lehrerzimmer gesammelt und dort einzusehen oder auszuleihen.

 

2. Leitziele

Die Würde des Menschen ist unantastbar

Alle am Schulleben der FFS beteiligten Personen begegnen sich mit Achtung und respektieren sich in ihrer Individualität.

Die Prinzipien Heterogenität, Altersangemessenheit und Differenzierung bestimmen unser pädagogisches Handeln.

Jedes Kind und jede/r Jugendliche hat Anspruch auf Bildung, Erziehung und Unterricht, welche/r sich an seine(n ) Lernausgangslagen orientiert. Daraus ergibt sich

unser Auftrag und Anspruch als allgemeinbildende Schule.

Aus den grundlegenden Bedürfnissen einer/s jeden/r Schülerin/s ergeben sich die Unterrichtsinhalte.

Unterrichtsgestaltung im Team.

Dabei werden persönliche und fachliche Kompetenzen jeder/s Mitarbeiterin/s unterrichtlich wirksam.

 

3. Dokumentationen der Arbeitsgruppen

Die Dokumentationen der einzelnen Arbeitsgruppen sind nach einem einheitlichen Schema aufgebaut.

Ein Deckblatt gekennzeichnet die Arbeitsgruppe und das Schwerpunktthema, mit dem sich die Gruppe beschäftigt hat.

Danach erfolgt zur eigentlichen Dokumentation ein für jede Gruppe gleich bleibendes Raster in der Gliederung: Ausgangslage, Ziele, Planung und Umsetzung, Evaluation.

 

3.1. Visionenbildung und Steuerung

 

Ausgangslage

  • Teilungsprozess: FFS -> FFS/neu und SfPB/Bruchköbel

  • Fragestellungen: Wie geht es weiter? Welche Kompetenzen gibt es? Wie werden sie    genutzt?

  • Pädagogischer Tag zur Visionenbildung  im Herbst 2002:    „Trennung und Neuanfang“

  • Fragebogen zu Kompetenzen  des Kollegiums wird erstellt und ausgewertet

  • Pädagogische Konferenz nach den Herbstferien 2002: „Von Visionen zu Arbeitsschwerpunkten“ 

  • Gewichtung und Priorisierung der Themen, Bildung und Begrenzung der Arbeitsgruppen

Ziele

Koordination, Steuerung und Begleitung der verschiedenen schulischen AGs zur Profil-Bildung und Weiterentwicklung der FFS

  • Bildung einer Redaktionsgruppe aus dem Kollegium mit dem Auftrag die Schulprogramm-Arbeit        zu verschriftlichen

Planung und

 Umsetzung

  • Regelmäßige Koordinationstreffen der Visionen-/Steuerungsgruppe

  • Abfrage des Stands der Arbeit in den Gruppen

  • Fragebögen

  • Regelmäßige Vorstellung in den Gesamtkonferenzen

  • Diskussion und Abstimmungen über Inhalte und Umsetzung von Teilbereichen

  • Bedarfserhebung zur Unterstützung und für Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Arbeit in den AGs

  • Planung und Durchführung von pädagogischen Konferenzen und einem Pädagogischen Tag

  • Kooperation mit der Jugend- und Familienberatung „Am Sandeldamm“

Evaluation

  • Ziele wurden erreicht

  • Verschriftlichung der Fortschreibung liegt vor

  • Geplant: Präsentation der Ergebnisse der Arbeitsgruppen und Entlastung aller AGs und der Visionen-/Steuerungsgruppe auf der Gesamtkonferenz am 10.10.2005

  • Ausblick: Bildung einer neuen Steuerungsgruppe mit dem Auftrag zur Begleitung des Prozesses  einer  Organisationsentwicklung (OE) der FFS

 

3.2. Veränderte Schülerschaft 

Pausen- / Schulhofgestaltung

Ausgangslage

  • Erhöhtes Konfliktpotential

  • Cliquenbildung

  • Raucherproblematik

  • Keine adäquaten Pausenangebote für schwerstbehinderte Schüler/innen

  • Konflikte durch die verschiedenen Interessen der unterschiedlichen Altersgruppen

  • Kaum Rückzugsmöglichkeiten

  • Erhöhte Unfallgefahr durch Roller und Rädchen (keine gesonderten Fahrwege)

  • Schüler ohne Eigeninitiative und mit stereotypen  Verhaltensweisen haben kaum Möglichkeiten in den Pausen von sich aus neue Spielmöglichkeiten/Freizeitangebote auszuüben

  • Vermehrte Anfragen aus der Schülerschaft nach alternativen Pausenangeboten

  • In den Regenpausen toben die Schüler durchs Schulhaus, durch diese Situation entstehen Konflikte

  • Häufig in der Pause entstandene Streitigkeiten werden in den Unterricht getragen, sodass durch die Regelung des Konfliktes Unterrichtszeiten verloren gehen

  • Überforderung der Aufsichtsführenden in bestimmten wiederkehrenden Konflikten und mit Problemschülern

  • Fragestellung: 

  • Warum kommt es in den Pausen zu Konflikten und welche Möglichkeiten gibt es, diese Auseinandersetzungen durch unterschiedliche Pausenangebote, Umgestaltung des Pausenhofes zu mindern?

Ziele

  • Zielgerichtet Angebote schaffen für die unterschiedlichen Altersgruppen: z.B. gefahrloses Rädchen- und Rollerfahren der Grundstufenschüler ermöglichen, den H/W-Stufenschülern Rückzugsmöglichkeiten bieten

  • Die unterschiedlichen Interessen der Schüler wahrnehmen

  • Weniger Konflikte in den Pausen und dadurch geringerer Unterrichtsverlust

  • Veränderte Pausensituationen (Pausenhofangebote anbieten und Umgestaltung des Schulhofes)-> weniger Konflikte

Planung und

Umsetzung

  • Den Konferenzen wurde vorgeschlagen Pausenangebote zu schaffen, z.B. Kicker, Fußballspielen, Basketball, Disco, Schülercafé, Springseil, Malen mit Kreide etc. Diese Veränderungen in den Pausen konnten relativ schnell und ohne größeren Aufwand eingeführt werden. Von Seiten des Kollegiums wurden diese Veränderung der Pausensituation angenommen und umgesetzt

  • Bei der Planung der Umgestaltung des Schulhofes, merkten wir, dass uns Grenzen gesetzt waren. Daher beschlossen wir, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Hierfür beauftragten wir, nach Genehmigung der Gesamtkonferenz, die Forschungsstelle für Frei- und Spielraumplanung  (R. Seeger )

  • Nach diesem Beratungsgespräch vor Ort war der AG klar, dieses Angebot anzunehmen, um die optimale

  • Lösung für die Schulhofgestaltung zu erreichen. Mit Zustimmung der Gesamtkonferenz wurde eine

  • Planerrunde aus den betroffenen Gremien konstituiert. Mit Hilfe aller Beteiligten soll ein realisierbares  

  • Konzept zur Schulhofumgestaltung unter Berücksichtigung möglichst aller Interessen und Bedürfnisse unserer

  • Schülerschaft erstellt werden

Evaluation

Die Schulhof-AG hat an diesem Punkt ihre Arbeit beendet  und übergibt der Planerrunde den Auftrag. Durch die Zustimmung der Gesamtkonferenz und der Einrichtung einer Planerrunde sieht die AG ihre Arbeit als einen Erfolg.

  • Zum Thema veränderte Schülerschaft wurde mit weiteren thematischen Schwerpunkten in den AGs 2, 6, 7 gearbeitet.

  • Aus den daraus resultierenden Ergebnissen  wird in Zusammenarbeit mit der Jugend- und Familienberatung ‚Am Sandeldamm’ eine Organisationsentwicklung mit dem Schwerpunktthema „Veränderte Schülerschaft“ eingerichtet.

 

3.7.  Schulordnung - Regeln und Sanktionen  

 

Ausgangslage

  • ·Auf den pädagogischen Konferenzen vom 05.12.02 und 04.02.03 wurde u.a. die Erstellung einerSchulordnung einer „Arbeitsgruppe“ übertragen.

  • Die Klassensprecher erarbeiteten in ihrer Versammlung Regeln zum Verhalten in der Pause. Diese Regeln

  • wurden auf der Schülervollversammlung verabschiedet.

  • ·Anlässlich des pädagogischen Tages „Umgang mit Regeln und Sanktionen am Beispiel der

  • Pausensituation“ am 30.09.2004 wurde diese Gruppe gemeinsam mit Mitgliedern der Arbeitsgruppe

  • „Fallbesprechung schwieriger Schüler“ mit Moderation der Beratungsstelle „Sandeldamm“ vom Kollegium

  • beauftragt, Stufenpläne zu erstellen und dabei die Schülerregeln mit zu beachten.

Ziele

  • Erstellung einer Schulordnung

  • ·Erstellung eines Sanktionenkatalogs zu folgenden Regelbereichen:

  • 1.      Keine Gewalt

  • 2.      Wir respektieren uns

  • 3.      Wir respektieren das Eigentum anderer

  • 4.      Nicht Rauchen

Planung und

 Umsetzung

Die Stoffsammlung des pädagogischen Tages wurde zusammengefasst und strukturiert. Daraus entwickelte die Arbeitsgruppe Stufenpläne zu Sanktionen.

Bereits abgeschlossen und auf der Gesamtkonferenz verabschiedet sind die Stufenpläne für die Bereiche  „Nicht Rauchen“ und „Wir respektieren das Eigentum anderer“. Dabei wurde für den zweiten Regelbereich eine Differenzierung vorgenommen in (vgl. Anhang):

1.      Diebstahl: Geld/Wertgegenstände

2.      Diebstahl, Zerstörung des Eigentums anderer

3.      Zerstörung/Vandalismus

4.      Erpressung

·Zu den Bereichen „Keine Gewalt“ und „Wir respektieren uns“ erstellt die AG weitere Stufenpläne.

Evaluation

Der Stufenplan „Nicht Rauchen“ wird angewandt, hat jedoch deutliche Grenzen. Manche Schüler durchlaufen alle Stufen sehr schnell. Die angedrohten Sanktionen halten sie nicht auf Dauer vom Rauchen ab. Es fehlt die notwendige und andauernde Einsichtsfähigkeit.Problem: Einige Schüler durchlaufen wegen verschiedener Delikte mehrere Sanktionen-Stufenplän gleichzeitig mehrerer Pläne gleichzeitig.

 

Friedrich-Fröbel-Schule: Schulprogramm / Visionen

 

AG Schulordnung + Sanktionen                                                                                    Stand 11.01.2005

 

Grundsätze

 

 

         

 

Ausblick / in Bearbeitung

Regeln:

3.3  Umgestaltung und Neuschaffung von Räumen

Ausgangslage

 

Die Raumgruppe bildete sich 2002.

Es wurde damals festgestellt, dass trotz einer neuen Sonderschule in Bruchköbel die Kapazität der FFS schnell erschöpft sein wird. Die steigende Anzahl von behinderten Schülern mit ihren vielfältigen geistigen, sozialen und körperlichen Einschränkungen braucht eine Schule, die flexibel ist und individuell fördern kann.

  • Die Räumlichkeiten der FFS sind dafür im Moment zu beengt.

  • Die Anzahl der Neueinschulung steigt im Verhältnis zu den Schulentlassungen

  • Schulentlassungen Es werden mindestens 3-4 neue Klassenräume gebrauchtVerhaltensauffälligkeiten bei den Schülern nehmen zu.
  • Für schwer behinderte Schüler/innen gibt es keine Räumlichkeit, in der sie, ohne aufwendigen Umbau, aus dem Rolli auf Matten gelegt werden können.
  • Zwei Kursräume wurden in Klassenräume umgewandelt, sind aber auf längere Sicht zu beengt.Es gibt derzeit keinen Fachraum „Musik“, da er als Klassenraum genutzt werden muss.
  • Es fehlen Differenzierungsräume (Psychomotorik, Lesen, Rechnen).Der Krankengymnastik-Raum (KG) ist zu klein. Die KG benötigt einen nahen Abstellraum für orthopädische Gerätschaften (Lifter, Gehhilfen usw).

       Ziele

Vier neue ausreichend große Klassenräume mit entsprechenden Bädern und Toiletten

  • Drei Differenzierungsräume für Kurse (Rechnen/Lesen), und zur Förderung von schwer behinderten (Psychomotorik/Mattenraum) und Einzelförderung.

  • Großer KG- Raum mit naher Abstellmöglichkeit von Geräten

  • Fachraum „Musik“

       Planung und

       Umsetzung

 Ein Schulerweiterungsbau mit der genehmigten Bausumme von    € 650.000 ist geplant. Das erste Treffen mit dem 

 Hochbauamt der Stadt Hanau und der Schulleitung fand am 20.05.05 statt.

 3 Mitglieder der Raumgruppe  werden folgende Vorschläge für den Neubau einbringen:

  1. Der Container wird durch ein zweistöckiges, unterkellertes Gebäude ersetzt, so dass vier Klassenräume entstehen.

  2. Durch eine Hofüberbauung zum bestehenden Flachbau (früherer Musikraum) wird ein  zusätzlicher Klassenraum geschaffen.

  3.  Der Container wird in den Schulgarten versetzt und kann als Abstellraum, Wutraum oder Schülertreff genutzt  werden.

  4. Eine räumliche Anbindung zum Hauptgebäude wird mit- eingeplant, damit Rollstuhlfahrer/innen mit dem vorhandenen Aufzug ihre Klasse erreichen können.

  5. Die besetzten Kurs- und Fachräume werden frei.

Evaluation

Durch die Genehmigung eines Schulerweiterungsbaues besteht die Hoffnung, dass der Bedarf gedeckt wird.

Die Raumgruppe wird sich aktiv in die Planung einschalten, einzelne Mitglieder der Arbeitsgruppe werden im Bauausschuss mitarbeiten.

 

3.4  Ästhetischer Bereich „Kulturtag“

 

Ausgangslage

 

  • Schüler/innen soll die Möglichkeit gegeben werden, in einem intensiveren zeitlichen Rahmen die  unterschiedlichen ästhetischen Ausdrucksformen kennen zu lernen

  • Es soll ein klassen- und stufenübergreifendes Angebot sein

       Ziele

  • Definition des Begriffs Kultur und gleichzeitig oberstes Ziel ist die Entwicklung und Pflege individueller, geistiger, emotionaler, sozialer und körperlicher Anlagen und Fähigkeiten

  • Kreativer Umgang mit den unterschiedlichen Kulturbereichen

  • Erwerb persönlicher und sozialer Kompetenzen

  • Fächerübergreifender Unterricht

  • Öffnung nach Außen

  • Erfahrung der Wertschätzung und Anerkennung der Person der/des Schülers/in

  • Förderung der Ich-Kompetenz

  • Ermöglichen einer Teilhabe in der Gesellschaft

  • Ermöglichen wichtiger Qualifikationen in der persönlichen wie auch beruflichen Zukunft

       Planung und

       Umsetzung

  • Stattfinden des Kulturtages an einem festen Tag in der Woche

  •  Inhaltliches Angebot eines breiten Spektrums an kulturellen Angeboten in so genannten „Kulturklassen“

  • Freiwilligkeit der Teilnahme aller Klassen

  • Im ersten Jahr:

  • Zusammensetzung der Kulturklassen erfolgt durch Zuordnung

  • Bildung der drei Kulturklassen Musik, Kunst und Theater

  • Arbeit der Kulturklassen bis zu den Sommerferien 2004

  • Im Anschluss Organisation einer Projektwoche, um die begonnenen Kunstwerke, Musik- und Theaterstücke zu vollenden

  • Abschluss des ersten Jahres im Rahmen des 40- jährigen Bestehens der   Friedrich-Fröbel-Schule durch Präsentation der Werke schulintern, Nachbarschule, Eltern und   Presse

  • Im zweiten Jahr:

  • Keine AGs

  • Zusammensetzung der Kulturklassen erfolgt durch Einwahl der Schüler

  • Erweiterung des Angebots um zwei weitere Kulturklassen: Kulturcafé und Tanztheater

  • Arbeit der Kulturklassen bis zu den Sommerferien

  • Abschluss des zweiten Jahres in Form einer Präsentation am Ende des Schuljahresschulintern und für die Eltern in Form eines Kulturabends

  • Teilnahme einzelner Lehrer/innen an der Fortbildung Profilbildung „Schulkultur“  des Hessischen Kultusministeriums

Evaluation

  • Positive Resonanz der teilnehmenden Klassen durch deutliche  Weiterentwicklung der Schüler

  • Jährliche Abstimmung über Zeitrahmen, da mehr Zeit für den Klassenunterricht gewünscht wurde

  • Zusammenstellung der Gruppe erfolgt durch Entscheidung der teilnehmenden Klassen (Einwahl od. Zuordnung)

  • Weiterführung des Kulturtages als fester Bestandteil des Schulprogramms

  • Arbeitsthema „Kulturtag“ ist abgeschlossen

Ausblick: Bildung einer neuen Arbeitsgruppe mit dem möglichen Thema „Musikunterricht, musikalische Fortbildungen,…“

 

 

3.5 Unterstützte Kommunikatio  

 

Ausgangslage

 

Austausch mit anderen Menschen, mitteilen, was man möchte und was nicht, ist ein menschliches Grundbedürfnis„Kommunikation ist für alle Menschen grundsätzlich lebensnotwendig.“ (U. Kristen. 

Praxis  Unterstützte  Kommunikation. Düsseldorf 1994, S. 10)

Kommunikation, also alle Verhaltensweisen, mit denen wir mit anderen Menschen bewusst oder unbewusst in Beziehung treten, bestimmt maßgeblich die Lebensqualität eines Menschen und seiner Bezugspersonen. Auch die Verwirklichung von Selbstbestimmung bzw. Selbstvertretung hängt in hohem Maße von der Möglichkeit zur Kommunikation ab.·     Ergebnisse eines Fragebogens, der von allen Klassen der FFS ausgefüllt wurde: über 40 % der Schülerschaft verfügen nicht oder kaum über Lautsprache. Dies erschwert die Kommunikation in Alltags- sowie in Unterrichtssituationen, kann leicht zu Missverständnissen führen und zu Unzufriedenheit/Frustration (nähere Ausführungen siehe Fragebogenauswertung im Anhang)

       Ziele

Literatur-, Informations- und Fortbildungsangebote für das gesamte Kollegium (alle sind im Unterrichtsalltag mehr oder weniger betroffen)

Einführung eines einheitlich zu verwendenden Symbolsystems (Piktogramme), die stufenübergreifend eingesetzt ( und erweitert) werden können

Einführung einer einheitlichen Gebärdensprache für die FFS, um Schülerinnen und Schülern wie Personal die Kommunikation miteinander zu erleichtern/zu ermöglichen

       Planung und

       Umsetzung

  • Studium diverser Fachliteratur und Fortbildungsveranstaltungen

  • Organisation von Veranstaltungen für das Kollegium: Pädagogische Konferenz mit einem Vortrag von Frau Dr. Angelika Rothmayr,; Herr Schuh von RehaVista referierte über die Einsatzmöglichkeiten von technischen Hilfsmitteln im Rahmen der Unterstützten Kommunikation und präsentiert einige von diesen.

  • Herr Schuh stellte sich darüber hinaus für individuelle Beratungstermine zur Verfügung, woraus eine vertiefte Zusammenarbeit resultierte.

  • Auf der  Gesamtkonferenz vom 08.06.05 beschloss das Kollegium:

  • „Makaton“ als einheitliche Gebärdensprache für die FFS zu verwenden (Diese Sprache gründet auf der Deutschen Gebärdensprache, welche gegebenenfalls als Ergänzung herangezogen werden soll.),

  • Einführung der ‚Gebärde der Woche’, die in Form einer  Zeichnung immer montags im Eingangsbereich der Schule  ausgehängt wird,

  • -PCS-Symbole des Boardmaker-Programms als grundlegende, einheitliche Symbolsprache zu nutzen (zusätzliche Quellen für Piktogramme bleiben zulässig – z. B. Stundenplankarten aus „Geistigbehinderte lesen ihren Stundenplan“, da der Boardmaker seine Grenzen hat).

  • Außerdem wird jeder Raum der Schule außen an der Tür ausgestattet mit:

  • -einer Klassen-/Raumbezeichnung (s/w) in Schriftsprache (Norddruck),

  • -einem Foto (vom Fach-/Funktionsraum) und mit Fotos von den im Raum arbeitenden Personen (ergänzt durch die Namen der Personen),

  • -einem Piktogramm, das das Foto dem Sinn entsprechend ergänzt ( in s/w; besonders für sehbehinderte Schülerinnen und Schüler wichtig).

  •  Fotos, Gebärdenzeichnungen und Piktogramme werden in einer Art Katalog im Lehrerzimmer gesammelt (sowohl im PC, als auch in einem Ordner) und stehen damit allen für den Einsatz im Unterricht ohne großen zusätzlichen Arbeitsaufwand zur Verfügung.

  • Ausweitung der Unterstützten Kommunikation an unserer Schule z.B. durch die Einrichtung einer UK Gruppe, Vorbereitung eines Witzestammtisch mit Talkern, Nutzung von TEAACH auch im Rahmen der Raumbezeichnungen.

Evaluation

  • Seit der Einrichtung der UK- Gruppe konnten mehrere Ziele erreicht werden (vgl. Planung und Umsetzung). Die Gruppe hat sich bewährt.

  • Der Fortbestand einer Kerngruppe ist für das nächste Schuljahr sinnvoll. Als neue Ziele ergeben sich:

  • Einrichtung einer UK-Gruppe von Kollegen, die UK unterrichten wollen.

  • Fortführung der Gebärde der Woche

  • Das Kollegium weiterhin mit Fortbildungen wie z.B. Didaktik und Methodik des Unterrichts von UK, 

  • Makaton versorgen.

  • Bewertung der Ziele am Ende des nächsten Schuljahres.

Auswertung der Fragebögen zur Kommunikation

in den Klassen der Friedrich-Fröbel-Schule

im Schuljahr 2003/2004 von der AG – Unterstützte Kommunikation

 

Schüleranzahl insgesamt: 130

davon Mädchen:

davon Jungen:

 

Zu Frage 1:

Schüler und Schülerinnen,                                                 

die nicht.........17............

die kaum........21............

die schwer verständlich......15.....sprechen.

insgesamt:......53.........Schüler und Schülerinnen mit Schwierigkeiten und Einschränkungen in der Kommunikation, davon in jeder Klasse 1 bis 6 Schüler und Schülerinnen / im Durchschnitt 3

 

Verteilung innerhalb der Stufen:

Grundstufe:

Nicht...5.......

Kaum....7.....

Schwer verständlich ......7.........sprechend

Mittelstufe:

Nicht.....5.....

Kaum.....6....

Schwer verständlich .......3........sprechend

Hauptstufe:

Nicht.....4.....

Kaum......3...

Schwer verständlich .......1........sprechend

Werkstufe:

Nicht.....3.....

Kaum.....5....

Schwer verständlich ......4.........sprechend

Zu Frage 2: Worüber wird kommuniziert?

In allen Stufen über elementare Bedürfnisse wie Hunger und Durst, Toilettengänge, bevorzugte Nahrungsmittel, Gefühle wie Freude, Überraschung, Ärger, Traurigkeit, Enttäuschung

 

Grundstufe:

Ausruhen (zum Kissen gehen)Erfahrungen aus Elternhaus, Fernsehen und andere Freizeitaktivitäten über Erzählbuch mit Fotos;über Abbildungen in Bilderbüchern;über Konflikte und besondere Vorfälle innerhalb der Schule, Pausenaktionen, Schimpfwörter,über Spielsachen und gemeinsame Spiele, Rollenspiele wie: Telefonieren, Arztbesuche, altersgemäße Themen, Unterrichtsinhalte

 

Mittelstufe:

Über eigene Interessen (Hobbys), Wünsche, Erlebnisse vom Wochenende, vom Nachmittag, Freizeit, FernsehenHöflichkeitsformen (bitte, danke),Schüler kommentieren eigenes Spiel, setzen anderen Grenzen/Stopp

 

Hauptstufe:

Gefühle, Erwartungen und Wünsche,

Freizeit, Fernsehen, Musik

aktuelle Themen im Unterricht,

Verneinen durch Kopfschütteln, Verweigerung,

Lautieren, Echolalie (Einwort-Sätze werden wiederholt), Höflichkeitsformen, Bezugspersonen,

Diverse Spielsachen und Sachen, die von Zuhause mitgebracht werden,

   

Werkstufe:

Gefühle, Tageshöhepunkte, Streit

Situationen und Erlebnisse können durch „Abfragen“ in Ansätzen besprochen werden, über Gefallen und Missfallen (Bevorzugungen, Abneigungen) wird kommuniziert

Kommunikation findet innerhalb der Klasse gar nicht statt, sondern nur mit den Bezugspersonen

 

Zu Frage 3: Kommunikationsschwierigkeiten?

Große Einschränkung beim Wortschatz und Artikulation; Kommunikation erscheint sehr individuell und muss ebenso individuell angebahnt werden,

wirkliche oder vermeintliche Hörschwierigkeiten (oder Sehschwierigkeiten),

Schüchternheit (Schüler traut sich nicht, sich mitzuteilen),

Verständnisprobleme: Faktor Zeit (es dauert oft sehr lange bis die Verständigung funktioniert: Was will der Schüler, was wollen wir von ihm oder ihr?), dadurch Frustration und weitere Schwierigkeiten, wenn Erlebtes nicht verständlich erzählt werden kann und so von Mitschülern und Erwachsenen nicht verstanden wird;

Anweisungen werden oft nicht verstanden,

Permanente Wiederholungen und Nachahmungen werden als unangenehm empfunden

Schüler treten wenig mit anderen Mitschülern in Kontakt und zeigen manchmal ungewöhnliche, schwer verständliche Reaktionsweisen z.B. selbst verletzendes Verhalten, stereotypes Verhalten oder Lautäußerungen

auch die Bezugspersonen verstehen die Schüler manchmal nicht

Frage der Eindeutigkeit von Mitteilungen

Kommunikation ist bzgl. der tatsächlichen Erlebnisse und Ereignisse sehr begrenzt/ja – nein und es ist nicht einfach, die eigentliche Botschaft/Mitteilung herauszufinden (oft eine Frage der Interpretation)

es werden Vermutungen angestellt, dadurch Frustration bei den Schülern

Der Einsatz von Hilfsmitteln/Materialien werde zu wenig gezielt praktiziert oder sei oft nicht möglich oder komme (bei älteren Schülern vielleicht) zu spät (?)

Bei einem Schüler besteht der Eindruck, der Schüler sei kaum an Kommunikation mit anderen interessiert (autistisch), Interesse gilt Sachen und nicht Personen, reagiert selten auf Ansprache

 

Zu Frage 4: Materialien/Hilfen zur Unterstützung der Kommunikation?

Bilder, Symbole, PCS-Symbole , Piktogramme, Fotos, konkrete Objekte, Präsenzgegenstände, Kommunikationsbuch, Erzählbuch, viele Bilder aus dem Stundenplan, Regelhefte in Wort und Bild, Arbeitsblätter/Klassendienste mit Abbildungen,

eigene Gebärden oder Gebärden aus Lo oder anderen Veröffentlichungen der Gebärdensprache,

Gestik, Mimik, Talker, Musik,

sprachliche Begleitung von Tätigkeiten, direkte, verbale Ansprache,

Verwendung bestimmter vereinbarter Zeichen für: Ja – Nein, dadurch Entscheidungsmöglichkeiten

Körper- und Blickkontakt (wurde nicht genannt)

 

Zu Frage 5: Gute Erfahrungen mit Materialien und Hilfen der UK?

Erprobung und gute Erfahrungen mit allen o.g. Mitteln; Personenbezogene Gebärden aufgreifen und nutzen;

Gebärden helfen bei der besseren Vermittlung von sprachlichen Inhalten;

Fotos, Bilder etc. zur Kennzeichnung von Schränken, Stundenplänen (hilft bei der Orientierung);

Lautes und deutliches Ansprechen;

klare, eindeutige Arbeitsaufträge in Verbindung mit Bildern;

es ist hilfreich, wenn im Mitteilungsheft von wichtigen Ereignissen berichtet wird;

Logopädie im häuslichen Bereich;

eindeutige Bilder/Fotos;

direkte Entscheidungsmöglichkeit in konkreten Situationen

 

Zu Frage 6: Schlechte Erfahrungen mit Angeboten?

Überforderung des Schülers durch zu vieles Reden von Seiten des Lehrers;

PCS, da zu schwer verständlich

Nicht eindeutige Anweisungen,

Manchmal wird das Deuten (Zeigen) sinnlos eingesetzt, Schüler deuten wahllos;

 

Zu Frage 7: Verbesserungsvorschläge, Wünsche, Ideen?

Es sollte ein größerer Fundus und mehr Materialien zusammen getragen werden (Fotos, Bilder, Hilfsmittel etc.), die allen zur Verfügung stehen, gemeinsame MaterialerstellungFestlegen einiger verbindlicher Gebärden,einheitliche BildsymboleVereinheitlichung der Gebärden und Symbole soweit wie möglichAufbau und Anwendung eines einheitlichen Systems ab der GrundstufeErweiterung des PCS-Systems auf Klassen – Stufen – altersspezifische Piktogramme,Sammlung von Piktogrammen und Bildsymbolen, die individuell eingesetzt werden können oder Symbole und Gebärden als Elementarausstattung mit weiterer Ausdifferenzierung für die darauf folgenden StufenGebärden-Lehrgang; FortbildungPädagogischer Tag für Kommunikation und Gebärdensprache,Kurse für Schüler/innen in Unterstützter Kommunikation (UK);mehr Differenzierungsräume für Arbeit in Kleingruppen,es wird die Frage gestellt: Wie lassen sich Schüler, die nicht sprechen wollen, zum sprechen motivieren?Die Kollegen einer Werkstufenklasse äußern den Wunsch, Gedanken lesen zu können.

3.6 Arbeitslehre  Schulfirma 

Ausgangslage

 

Die Vision einer  Schulfirma entstand auf der pädagogischen Konferenz nach der Schulteilung im Herbst 2002.

Die Fachgruppe Arbeitslehre wurde auf einer H/W-Konferenz 2003 initiiert

.Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Schulfirma / Schülercafe und der Fachgruppe Arbeitslehre schlossen sich wegen der ähnlichen Interessenverfolgung zu einer Arbeitsgruppe „Schulfirma / Arbeitslehre“ zusammen.

  • Die Grundlage unserer Tätigkeit bleibt das bisherige Schulprogramm

  • Wir verstehen Arbeitslehre als durchgängiges Unterrichtsprinzip  .

        Ziele

  • Die Arbeitsgruppe trifft sich seit April 2003 mit dem Ziel,

    zum Thema Schulfirma und Arbeitslehre eine Konzeption zu erarbeiten.

  • Auf dem Gebiet der Arbeitslehre geht es um die Festschreibung eines schulinternen Curriculums zu den Grundfertigkeiten in den Bereichen Hauswirtschaft, Werkstoffe, Wohnen / freie Zeit, Öffentlichkeit und Betriebspraktikum.

  • Die Arbeitsgruppe wird sich auch mit der Entwicklung einer Schulfirma befassen.

        Planung und

        Umsetzung

  • Zu den. Bereichen Hauswirtschaft (04.12.03) und Werkstoffe (28.02.05) wurden von der AG je eine pädagogische Konferenz vorbereitet, durchgeführt und ausgewertet.

  • Daraus gingen Stoffsammlungen hervor, die als Grundlage für den Arbeitslehreunterricht dienen und bereits angewendet werden (siehe Ordner der AG im Lehrerzimmer).

  • Die Arbeit innerhalb der Gruppe geht nur langsam voran, da sich diese neben der Erarbeitung eines schulinternen Curriculums noch um aktuelle Themen beim Übergang von der Schule in die Arbeitswelt kümmert.

 Evaluation

  • Die Stoffsammlungen bieten den Kollegen/innen einen produktiven Fundus an Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten. Zu den weiteren genannten Bereichen s.o., soll ähnlich verfahren werden.  

  • Es wurde auch deutlich, dass die speziellen Erfordernisse in den Fachbereichen das Hereinholen von Fachkräften notwendig macht, um die Lehrer fachpraktisch zu unterstützen. Hierzu wird auch der Bedarf an Fortbilddung angemeldet.

 

3.8 Soziales Lernen

 

Ausgangslage

  • In den letzten Jahren treten zunehmend Verhaltensprobleme im sozialen Bereich bei Schülern auf.

  • Lehrer/innen und Erzieher/innen stoßen zunehmend an ihre Grenzen im Umgang mit diesen Schülern.

  • Kollegen/innen bemühen sich um Fortbildungsangebote

  • Es arbeiten Schülergruppen mit Referenten außerschulischer Institutionen (Welle, Jugend-und Familienberatung)

  • Es bildet sich eine Beratungsgruppe aus Kollegen/innen mit Moderation einer Mitarbeiterin der Jugend- und Familienberatung „Am Sandeldamm“

  • Am letzten Pädagogischen Tag vor der Teilung der Schule (Bau der PB-Schule in Bruchköbel) entsteht der Wunsch nach einer Arbeitsgruppe, die sich mit diesem Thema beschäftigt.

  • Die AG wird nach dem Pädagogischen Tag vom 30.9.2004 gebildet.

 

       Ziele

  • Soziales Lernen als Unterrichtsprinzip:            

            Fortlaufender Austausch der Pädagogen/innen untereinander

            über ihre Grundprinzipien, d.h. der eigenen Haltung und

            Einstellung zum Thema und dem daraus resultierenden Verhalten

            während des Unterrichts.

  • Projektorientierte Ideen umsetzen, d.h. „Soziales Lernen“ als Unterrichtsfach oder -einheit.

 Diese zwei Stränge schienen uns realistische Ziele zu sein, die zu einem besseren 

Sozialverhalten bei den Schülern führen sollen.

       Planung und

       Umsetzung

  • Zunächst Brainstorming der einzelnen Teilnehmer über das Thema: Was stellt sich die Einzelne darunter vor? Was verbindet sie damit?

  • Welche Materialien gibt es zum Thema? Arbeitsverteilung von Büchern und Heften, danach Vorstellung der einzelnen Schriften in der AG.

  • Nach sondieren der unterschiedlichen Bereiche, kristallisierte sich als Basis das Thema „Gefühle“ heraus. Zuerst muss der Mensch in der Lage sein, seine eigenen und die Gefühle seiner Mitmenschen wahrzunehmen, bevor er sich sozial verhalten kann.

  • Geplant ist, Materialien zum Thema Gefühle zu sammeln und einander praktische Umsetzungsbeispiele vorzustellen. Nach Erarbeitung des Themas könnte dieses auf dem Gesamtelternabend vorgetragen werden.

Evaluation

  • Da die AG erst seit November 2004 besteht, sind uns die Visionen noch nicht ausgegangen.

  • Die AG wird weiterarbeiten und nach Beendigung des gesteckten Nahziels (Erarbeitung des Themas Gefühle) Resümee ziehen.

  • Im Anhang befinden sich Notizen weiterer schulischer Aktivitäten mit Schwerpunkt „Soziales Lernen“.

 

Jungengruppe „Pulverfass“ Schuljahr 2004/2005

Seit Beginn des Schuljahres 2004/2005 findet einmal wöchentlich eine Jungengruppe an der FFS statt, deren Ziel es ist, den teilnehmenden Schülern die Möglichkeit zur Stärkung des Selbstwertgefühles bei gleichzeitiger Förderung adäquater Konfliktlösestrategien anzubieten. Geleitet wird die Gruppe von  einem Lehrer der Schule und einem Mitarbeiter der Jugend- und Familienberatung. Regelmäßige Treffen mit den Kollegen der Haupt- und Werkstufe geben Aufschluss über die individuelle wie die Gruppenentwicklung.

An der Gruppe nehmen acht Schüler im Alter von 13 bis 16 teil. Nicht nur Schüler, deren Sozialverhalten im Schulalltag als problematisch beschrieben werden kann, besuchen die Gruppe, sondern auch solche, die bereits hohe soziale Kompetenzen entwickelt haben, so dass sie einerseits als Orientierung und „Vorbild“ fungieren, anderseits aber auch die Möglichkeit erhalten, ihr Selbstvertrauen zu stärken und die eigene Position zu festigen, da sie aufgrund ihrer hohen Sozialkompetenzen oft diejenigen sind, die zugunsten anderer zurückstecken und durch die Tendenz, Konflikte zu vermeiden, von anderen übervorteilt werden.

In der Hauptsache sind es bewegungsintensive Angebote, die es den Schülern ermöglichen, eigene Grenzen zu erproben, besondere Fähigkeiten vor anderen zu demonstrieren und somit Zutrauen in den eigenen Fähigkeiten aufzubauen und dies für sich und andere transparent zu machen. Da nicht nur individuell zu bewältigende Aufgaben angeboten werden, sondern Teamaktivitäten im Verlauf der Gruppe immer mehr Raum einnehmen, erhalten die Schüler die Möglichkeit, ihre Kompetenzen im Bereich der Zusammenarbeit mit anderen zu erhöhen. Bei Partneraufgaben und Mannschaftsspielen können Fähigkeiten anderer wahrgenommen und geschätzt werden, da nur in der Zusammenarbeit der Partner oder Teams das angestrebte Ziel bei der Partneraufgabe oder beim Mannschaftsspiel erreicht werden kann.

Klare Strukturen anhand eines mit den Schülern erarbeiteten Regelkataloges für das Verhalten in der Gruppe bietet den Schülern zum einen Orientierung und zum anderen Schutz bei möglichen Konflikten. Gleichzeitig erhalten die Schüler immer mehr Gelegenheit, die Arbeit der Jungengruppe mitzugestalten. Bei Vorschlägen zu gemeinsamen Einstiegs- oder Abschlussspielen, bei Ideen zur Gestaltung kommender stunden, können die Schüler ihre Wünsche einbringen. Dabei erlernen sie soziale Fähigkeiten, wie das Aushandeln und Diskutieren der eigenen Vorschläge. Demokratische Grundprinzipien, wie Abstimmen und das Akzeptieren von Mehrheitsentscheidungen fördern die Schüler in ihrer sozialen Entwicklung.

Abschließende Reflektionsrunden bieten die Chance, eventuell entstandene Konflikte anzusprechen, sie im Rahmen der bestehenden Gruppenregeln zu diskutieren, die Perspektive und Argumentation der möglichen „Gegenpartei“ zu verstehen und im geschützten Rahmen der Gruppe zu lösen.

Das positive Fazit der Schüler und Gruppenbetreuer, sowie der der Klassenteams führte zum Entschluss, die Jungengruppe im nächsten Schuljahr weiter zu führen. Nachdem im zurückliegenden Schuljahr ein positives Gruppengefühl aufgebaut werden konnte, die Schüler sich in den Regeln und Strukturen der Gruppe sicher und selbstbewusst bewegen, kann im kommenden Schuljahr als Zielsetzung der Transfer der erarbeiteten sozialen Kompetenzen auf den gesamten Schulalltag formuliert werden.

 

Tokensystem

 

Am pädagogischen Tag (30.9.2004) stellten die Referentinnen der Jugend- und Familienberatung dem Kollegium das Tokensystem vor. Hierbei wird mit den Schülern ein individuelles Belohnungssystem erarbeitet, welches  positives Verhalten verstärken soll.

In den verschiedenen Stufen und Klassen wird dies unterschiedlich gehandhabt. Manche Lehrkräfte wenden das System nicht an, manche führen es durch und es zeigen sich Erfolge. Festzustellen ist, dass es zur Durchführung seitens des Personals Disziplin benötigt, sich an das Regelwerk zu halten und es regelmäßig durchzuführen. 

 

   

Projekt „Mut tut gut“

Selbstbehauptungs- und Konflikttraining

Im Jahr 2003 konnte die Schule an dem Projekt des Frauenbüro Main-Kinzig-Kreis in Kooperation mit dem staatlichen Schulamt und der Bertha Heraeus und Kathinka Platzhoff Stiftung teilnehmen.

 

Ziel dieses Selbstbehauptungstrainings ist die Steigerung der Selbstsicherheit von Mädchen. Das setzt voraus, das die Mädchen ihre Bedürfnisse und Rechte kennen, diese äußern und ihre berechtigten Interessen angemessen durchsetzen können. Es geht vor allem um Selbstbehauptung, Verhinderung von Gewalt und Stärkung des Selbstbewusstsein.

 

Zehn Schülerinnen der Haupt- und Werkstufe nahmen an dem Projekt teil, begleitet von 2 Klassenlehrerinnen. Frau Roberta Bandel war die Trainerin.

 

Nach intensiven Vorgesprächen und Planungen zwischen Frau Bandel und den Lehrerinnen, einem Abend für die Eltern der teilnehmenden Schülerinnen fanden vier Sitzungen zu je 90 Minuten statt. Ein Auswertungsgespräch schloss sich an.

 

Die Schülerinnen lernten mit ihren angenehmen und unangenehmen Gefühlen, Fähigkeiten und Grenzen besser umzugehen und auszusprechen, was sie wollen. Sie übten „Nein“ zu sagen und Ängste auszusprechen. Ebenso ging es darum, wahrzunehmen, wie es anderen geht und wie mit anderen umzugehen ist. Körpersprache und körperliches Ausdrucksvermögen spielen dabei eine große Rolle.

 

In diesem Projekt ging es darum zu lernen, dass sie als Mädchen wertvoll sind und so wie sie sind respektiert werden wollen. An den Spielen, Übungen, Fantasiereisen nahmen die jungen Frauen mit viel Mut und Begeisterung teil.

 

Noch Wochen später begrüßten und bestärkten sich die Mädchen aus 7 verschiedenen Klassen mit„Mut tut gut“. Wir hoffen, dass die Schule an einem weiteren Projekt teilnehmen kann.

Impressum

 

Die inhaltliche Gestaltung der Texte erfolgte durch die Mitarbeit aller Kolleginnen und Kollegen.

Verantwortliche Mitarbeiter/innen der Steuerungsgruppe für die Fortschreibung des Schulprogramms:

Inge Zender, Natascha Weigt, Daniela Drengemann, Stefan Bieber-Goßmann, Elisabeth Görgen.

 

Mitglieder der Redaktionsgruppe:

Evelyn Bieber,